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Dienstag, 7. August 2012

Mein Gold könnte gestohlen werden...


 Ich höre häufig die Frage, wo man denn ein Gold/Silber lagern soll, wenn man es gekauft hat?
Nicht selten wird die Angst vor Diebstahl vorgeschoben, lieber gar nichts zu tun.
Meiner Meinung nach ist das aber nur eine Ausrede...

Die Menschen machen sich unheimlich viel Sorgen darüber, dass bei ihnen eingebrochen wird und dann das zuhause gelagerte Bargeld und natürlich auch die Edelmetalle weg sein könnten. Einbrüche sind heutzutage durchaus keine Seltenheit mehr, allerdings laufen diese auch mehrheitlich nach einem gewissen Schema ab. Der normale Dieb hat aus Angst vor Entdeckung eher wenig Zeit. Wenn er nicht von vornherein genau weiss, nach was er suchen muss, wird er nach seinem üblichen Schema vorgehen. Bargeld, Schmuck und andere Wertsachen sowie hochwertige Technik und ev. teure Kleidung sind die üblichen Dinge, die ein normaler Dieb erwartet und mitnimmt. Er kennt eine Reihe von Standardverstecken, die er schnell untersuchen dürfte. Alles was groß, schwer und nur unter hohem Zeitaufwand mitzunehmen ist, wird er nicht beachten, sofern er dadurch auch keinen grossen Gewinn erwartet.

Tresore sind deshalb ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite werden viele Gelegenheitsdiebe ein hochwertiges Tresormodell, das auch noch fachmännisch gesichert wurde, nicht knacken können. Auf der anderen Seite sagt ein Tresor einem Dieb aber immer: hier ist etwas, was der Besitzer aufwendig schützen möchte. Profis finden dann auch Möglichkeiten, dort heranzukommen. Es gibt Beispiele, bei denen auch 500kg-Tresore komplett entwendet wurden. Tresore können natürlich auch Gewaltanwendung oder eine Geiselnahme herausfordern.
Sie müssen also selbst überlegen, ob der Schutz durch massiven materiellen Aufwand oder eher durch List und Klugheit garantiert werden soll. Letzeres ist sicherlich um Größenordnungen kostengünstiger und häufig trotzdem wirksamer. Ein sehr gut versteckter Tresor wäre die optimale Kombination aus beiden Vorgehensweisen, aber bitte nicht hinter einem Bild...

Die erste Maßnahme für zuhause sollten Sie allerdings auf jeden Fall durchführen, nämlich Ihr Haus/Wohnung möglichst einbruchsicher zu gestalten. Entsprechende Türen, Fenster, Schlösser und Riegel helfen hier schon sehr gut weiter.  Jede Polizeidienststelle hat sehr hilfreiche Informationen zu diesem Thema parat. Ein Dieb, der nicht genau weiss, was er bei Ihnen bekommen kann, geht lieber zum nächsten Haus, wenn er bei Ihnen zuviel Aufwand treiben muss.

Eine 100% Sicherheit gibt es natürlich nie. Für über 90% der Wohnungseinbrüche ist man schon gerüstet, wenn man sein Gold etc. so versteckt, dass der Dieb lange suchen muss oder viel Zeit braucht, um heranzukommen. Da heutzutage kaum jemand Gold im Haus hat, rechnen die meisten Diebe nicht damit und kommen auch nicht mit einem Metalldetektor daher. Von daher kann bei kleinen Mengen schon das berühmte ausgehöhlte Buch verborgen in einer großen Büchersammlung eine Möglichkeit sein. Dieses sollte allerdings nicht von alleine seinen Inhalt preisgeben, wenn es nur auf den Boden fällt. Besser ist es natürlich, das Versteck so zu wählen, dass erst einmal niemand darauf kommt und natürlich das "Versteck" an sich auch nicht aus Versehen mitgenommen wird. Heizkörper, Boiler könnten der Rohstoffe wegen natürlich herausgerissen werden, aber bei normalen Einbrüchen ist das sehr selten. Das passiert eher bei leerstehenden Objekten. Ansonsten sind alle Dinge, die groß und schwer sind, nicht direkt sichtbare Hohlräume aufweisen und deren Eigenwert eher gering erscheint, gute Möglichkeiten für ein sicheres Versteck.

Wenn man einen Garten hat, kann man die Wertgegenstände vergraben und gegen Metalldetektoren mit einer Schicht alter Nägel darüber schützen. Passen Sie allerdings dann gut auf, dass Sie bei der Grabaktion nicht beobachtet werden.

Wie am Anfang beschrieben, gibt es keine 100% Sicherheit. Wenn es dumm läuft, ist das Gold weg...
Allerdings muss man sich die jeweilige Wahrscheinlichkeit des Verlustes vor Augen führen und gegen andere Alternativen vergleichen. Viele Menschen trauen sich nicht, Gold zu kaufen, weil es ja gestohlen werden könnte. Dann sollen sie halt ein Schliessfach bei einer Bank nehmen. Die Wahrscheinlichkeit, sein Vermögen zu verlieren, ist bei dieser Variante schon einmal um Größenordnungen kleiner, als wenn man das Geld auf dem Konto oder in der Lebensversicherung belässt.
Natürlich kann auch bei der Bank eingebrochen werden und bei einem Goldverbot oder einer Vemögensabgabe kann es passieren, dass man nur noch im Beisein eines Finanzbeamten an sein Schliessfach kommt (ist in den USA in den dreissiger Jahren so gewesen). Auch Durchsuchungsbeschlüsse zB. in Steuerverfahren beinhalten auch die Öffnung der Schließfächer. Vor dem Staat wird ein Schliessfach also mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht schützen. Wenn man dem auch entgehen möchte, muss man halt kreativ werden, siehe oben. Bei einem sehr guten Versteck kann dann die Wahrscheinlichkeit, sein Vermögen zu verlieren, noch einmal deutlich gesenkt werden.

Am Rande noch drei alte Tipps:

1. Nicht alle Eier in einem Korb haben (d.h. mindestens zwei Verstecke, auch eine Kombination Schließfach und Versteck zuhause kann eine Variante sein)

2. Präsentieren Sie einen "Honigtopf". Ein gewisse Bargeldsumme beispielsweise so deponieren, dass der Dieb sie leicht findet, eine etwas größere dann z.B. im Wasserspülkasten der Toilette. Danach wird er sich wahrscheinlich freuen, wenn er Sie "durchschaut" hat. Außerdem kann z.B. bei Geiselnahme oder Gewaltandrohung der Honigtopf verraten werden.

3. Am allerwichtigsten: Mund halten !!! Je weniger Menschen wissen, dass Sie überhaupt etwas haben, desto besser. Wenn ein Dieb natürlich weiss, dass sie ein paar Goldbarren zuhause lagern, wird er so lange suchen , bis er sie gefunden hat. Bei einem sehr guten Versteck besteht allerdings auch die Gefahr, dass es dann gar niemand mehr findet, wenn Ihnen beispielweise etwas zustossen würde. Von daher sollten zumindest einer allerdings sehr vertrauenswürdigen und verschwiegenen Person Ihr Versteck mitteilen.

Bei der Lagerung zuhause kann man natürlich für den Fall des Diebstahls auch eine entsprechende Versicherung abschliessen. Eine normale Hausratversicherung wird für die Edelmetalle allerdings kaum aufkommen, sofern der Versicherungswert nur standardmäßig an der Quadratmeterananzahl berechnet wurde. Da ist man sofort unterversichert.
Eine Versicherung welche die Vermögenswerte beinhaltet, dürfte ziemlich kostspielig werden. Außerdem dürfte dann nach dem Lagerort gefragt werden. Es stellt sich die Frage, ob eine solche Versicherung wirklich noch Sinn macht ?

Investieren Sie den gesparten Jahresbeitrag für eine solche Versicherung lieber als "Honigtopf".

Also werden Sie einfach kreativ !
Wenn niemand weiss, was Sie besitzen und Sie bei Ihren Verstecken eine schlaue Lösung gefunden haben, wird Ihnen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Ihr Vermögen erhalten bleiben.

Dienstag, 15. Mai 2012

Hilfe, der Goldpreis sinkt !


Wer in den letzten Tagen und Wochen den Goldpreis beobachtet hat, wird feststellen, dass er nun schon länger auf einem gewissen Abwärtstrend ist. Prozentual gesehen ist das insbesondere in Euro zwar lächerlich - so etwas müssen Aktienbesitzer locker an einem Tag hinnehmen - aber für den seit Jahren einen stetigen Aufwärtstrend gewohnten Edelmetallbesitzer ist das schon eine ungewöhnliche Situation. Es kommen nun auch schon wieder diejenigen, die ängstlich fragen, was sie denn nun machen sollen. Natürlich gibt es auch die Spötter, die an keine Krise glauben wollen und nun seit mehr als zehn Jahren endlich einmal nicht mehr neidvoll den Mund halten müssen.

Warum passiert das und war Gold tatsächlich in einer Blase, die nun platzt ?

Auch wenn das einige "Experten" seit ca. 10 Jahren immer wieder neu behaupten und nun das erste Mal sie zumindest nicht mit einem starken Anstieg gleich wieder Lügen gestraft worden sind, sehen wir hier mit Sicherheit keine grundsätzliche Trendumkehr. Im Gegenteil, wenn die Marktgesetze momentan noch gelten würden, müsste der Preis sich schon in ganz anderen Regionen befinden. Es ist eine Tatsache, dass der Preis momentan massiv manipuliert wird. Die Möglichkeiten dazu sind noch durch Leerverkäufe und Papiergold gegeben, wie mir auch von einem führenden deutschen Edelmetalleexperten bestätigt wurde. Ein Interview mit ihm werde ich in Kürze auf meiner Seite www.krisenrat.info veröffentlichen.

Der Goldpreis ist ein sehr guter Krisenindikator, deshalb wird versucht, ihn so weit wie möglich untern zu halten. Es ist aber auch tatsächlich so, dass momentan die Edelmetallhändler in Europa eine Flaute erleben. Wie auch in dem Interview herauskam, sind die Masse der hiesigen Edelmetallbesitzer leider keine Investoren, sondern Panikkäufer, die extrem auf das reagieren, was in der Presse steht. Solange es in der Presse keine Krise gibt, kaufen diese auch kein Gold oder Silber.
Gerade hier in Deutschland tut man ja so, als wäre die Krise vorbei...
In ein paar Wochen sprechen wir uns wieder !

Aber gehen wir tatsächlich einmal einen Moment davon aus, dass Gold und Silber nun am Zenit ihrer Kurse angekommen wären. Wir müssten dann auch als ein schlauer Investor dort herausgehen, wenn wir zu dieser Überzeugung gekommen wären. Dann stellt sich aber die spannende Frage; was mache ich mit dem Geld ? Welche Alternativen habe ich denn ?

Bargeld bzw. Sparkonten, Festgeld, etc.
Der Euro steht kurz von dem Exitus, der Dollar wackelt beträchtlich und alle anderen Währungen hängen an letzterem. Wer tatsächlich jetzt mit großen Summen in Cash geht, der kann sein Geld auch gleich verjuxen oder wohltätigen Zwecken zukommen lassen. Bei letzterem hätte er wenigstens noch etwas Sinnvolles getan. Dass das Vermögen danach weg ist, dürfte als gesichert angenommen werden. Schon die aktuelle tatsächliche Entwertung des Euro sollte eigentlich jeden vernünftigen Menschen dazu veranlassen, sofort zu handeln, wenn er noch größere Summen verfügbar hat.

Aktien
Alle Wirtschaftsindikatoren gehen momentan massiv nach unten. Auch die Börse ist manipuliert, aber sehr bald wird sie diesen Trend ebenfalls deutlichst anzeigen. Viele Unternehmen wird es von der Bildfläche fegen. Natürlich wird es auch Firmen geben, die gut durch die Krise gelangen. Sie müssen aber hellseherische Fähigkeiten haben, um zu wissen, welche das sein werden. Außerdem werden auch die Aktien dieser Unternehmen in einem allgemeinen Crash der Indices massiv verlieren. Dagegen werden die aktuellen Verluste bei Gold wie die berühmten Peanuts aussehen. Immerhin haben Sie bei dieser Variante aber noch die Chance, dass ihr Geld nicht völlig verschwunden ist.

Anleihen
Für Firmenanleihen gilt ähnliches wie für die Aktien. Dass Staatsanleihen nicht mehr sicher sind, sollte mittlerweile auch der letzte schon gemerkt haben, zumindest bei denjenigen Staaten, bei denen die Zinsen noch so hoch sind, dass sie noch ansatzweise die reale Inflation auffangen könnten. Bei den "sicheren" Anleihen wie beispielweise den deutschen verlieren Sie momentan durch die Inflation massiv Geld. Die Sicherheit dieser Anleihen wird aber auch sehr bald zu Staub zerfallen.

Immobilien
Das ist ja augenblicklich der große Trend in Deutschland, dabei reicht ein kurzer Blick auf fast alle anderen Länder in Europa oder in die USA, um zu sehen, dass wir hier nur zeitlich ein wenig hinterher hinken. Die Blase ist hier noch nicht so groß, aber das Platzen ist nur eine Frage der Zeit. Spätestens, wenn die Kredite für Immobilien nicht mehr verfügbar sind, bricht die Nachfrage schlagartig zusammen und damit auch die Preise.

Wer natürlich davon ausgeht, dass die Krise vorbei ist und wir nun wieder dauerhaftes Wachstum bis zum Sankt-Nimmerleinstag erhalten werden, der wird natürlich alles vorher genannte abstreiten. Das geht natürlich nur, wenn man zu 100% den Medien glaubt und ansonsten die Augen ganz fest vor dem heranziehenden Sturm verschliesst. Ansonsten wird man feststellen, dass es augenblicklich einfach keine sinnvollen Alternativen für Edelmetalle gibt. Zumindest für den Kleinanleger, der nicht in Agrarland, Kupfer. etc. gehen kann.

Es gibt keine absolute Garantie dafür, dass Gold und Silber demnächst wieder steigen, aber die mit Abstand höchste Wahrscheinlichkeit von allen Asset-Klassen spricht dafür. Das wird zumindest solange dauern, bis dieses System heruntergekommen ist und ein neues System gestartet wurde. Die Chance, dass Gold dann wieder eine entscheidende Rolle zur Deckung neuer Geldsysteme spielen wird, ist extrem hoch. Bisher war in der Vergangenheit immer Gold die Basis gewesen.
Solange insbesondere die Papiergold-Spielchen noch funktionieren (dito für Silber), können Preise noch gedrückt werden. Eventuell dauert dieses Game auch noch ein Jahr oder länger, aber irgendwann werden alle Papiergoldbesitzer auf die Auslieferung des physikalischen Goldes bestehen und dann steht der Kaiser nackt da. 98% des aktuellen Goldhandels erfolgen mit Papier, nur 2% werden physikalisch abgewickelt.

Also können sich alle Edelmetallbesitzer gemütlich zurücklehnen und abwarten. Im sehr unwahrscheinlichen Worst-Case verlieren Sie ein wenig Geld (auf 10% des aktuellen Wertes wird Gold sicher nicht fallen), behalten aber auf jeden Fall ihr Vermögen. Bei fast allen Alternativen droht der Totalverlust. Wenn man sich die aktuelle Entwicklung der Krise anschaut, dürften wir bald auch in den Medien wieder davon hören...

Auf meiner Webseite www.krisenrat.info wird voraussichtlich noch diese Woche ein ausführliches Interview mit einem der führenden Edelmetallexperten in Deutschland von mir veröffentlicht, das einige interessante Einblick in den Edelmetallmarkt geben wird.

In der Zwischenzeit möchte ich Ihnen empfehlen, meinen kostenlosen Report zum Thema "Eurokrise - Was Sie jetzt unbedingt tun müssen" zu lesen. Sie erhalten ihn, wenn Sie sich auf meiner Webseite www.krisenrat.info völlig unverbindlich bei meinem Newsletter anmelden.

Am Rande möchte ich von meinem heutigen Besuch in Frankfurt berichten. Dort wird ja ab morgen die "Blockupy"Aktion starten, was man schon deutlich an den Vorbereitungen der Sicherheitskräfte erkennen kann. Mir ist nicht ganz klar, was hier von Politik und Banken erwartet wird, aber es werden Banken mit drei Meter hohen Stahlzäunen abgeriegelt, es stehen schon an einigen Stellen Wasserwerfer bereit, die Deutsche Bank wird morgen ihre Händler an eine Ausweichlokation schicken, usw. . Bisher ist diese Bewegung in Deutschland ja extrem friedfertig gewesen. Wir werden ja sehen, was dabei herauskommt, aber ich werde den Verdacht nicht los, dass man von der staatlichen Seite hier etwas größeres plant. Eingeschleuste Agent Provocateurs wären ja nichts neues - auch nicht in Deutschland. Sollte das ganze eher beschaulich werden, zeigt das aktuelle Vorgehen aber trotzdem deutlich, wer im Zweifelsfall in Deutschland mit Vorrang geschützt wird. Auch in anderen Ländern wird sehr massiv gegen diese Bewegung vorgegangen. Man fragt sich dann schon, wer wirklich mittlerweile die Macht im Staat hat - bzw. eigentlich fragt man es sich nicht mehr, es zeigt sich sehr deutlich.

Jedem der glaubt, auch seine Ersparnisse würden im Zweifelsfall vom Staat gegenüber Banken geschützt, sollte sich an den nächsten drei Tagen die Vorgänge in Frankfurt sehr genau anschauen.

Freitag, 9. September 2011

Der perfekte Sturm




Wenn man sich aktuell die wirtschaftliche und auch die politische Großwetterlage einmal genauer anschaut, kommt man auf die Idee, dass sich hier momentan gerade der perfekte Sturm aufbaut, der dann in den nächsten Monaten losbrechen wird. Die Metereologen bezeichnen einen perfekten Sturm als ein Ereignis, bei dem eine Reihe von Randbedingungen dazu führen, dass der Sturm sich massiv verstärken kann. Auf die wirtschaftliche Situation bezogen können wir nun im September bereits eine Reihe dieser Randbedingungen ausmachen und es kommen aktuell täglich neue hinzu.

Welche Ereignisse und Entwicklungen stellen die Randbedingungen für den "perfekten Sturm" dar ?

1. Downgrading der USA
Der Verlust des AAA-Status der USA stellt eine Zäsur dar, denn seit dem sind die Staatsanleihen der USA nicht mehr als letzte krisensichere Anlageform (in Papierform) vorhanden. Die Staatsanleihe an sich bekommt damit auch einen gehörigen Vertrauensverlust.
Der Dollar hat mit dem Downgrading einen deutlichen Knacks erhalten.

2. Italien, Spanien, Frankreich
Neben Griechenland, das aktuell massiv in den Vordergrund gestellt wird, zeigt sich insbesondere bei Italien, dass es auch nicht zum besten steht. Spanien sieht ganz ähnlich aus. Diese Länder sind aber nicht mehr rettbar. Augenblicklich scheinen sie auch nur deshalb noch nicht umgefallen zu sein, da die EZB massiv Staatsanleihen von ihnen aufkauft. Ansonsten müssten sie immer höhere Zinsen zahlen, bzw. würden die Staatsableihen gar nicht mehr an den Mann bringen können. Als Überraschungskandidat erscheint nun aber Frankreich, das besonders gefährlich agiert. Es hält sich selbst für ein Mitglied der "starken" Staaten, ist letztendlich aber eigentlich der südlichen "PIIGS"-Schiene zuzuordnen.
In Analogie zum Fussball steigen häufig diejenigen Vereine ab, die sich eigentlich stark wähnten und oben mitspielen wollten. Bis sie begriffen haben, dass sie doch gefährdet sind, ist es dann häufig zu spät, die Wende noch zu schaffen. So ähnlich sehe ich das bei Frankreich.

3. Der Euro-Rettungschirm bröckelt.
Finnland hat einen Pfand eingefordert, damit es für Griechenland zahlt. Das hat natürlich die anderen Zahler auf den Plan gerufen. Aktuell schwindet die BEreitschaft der Zahlerstaaten massiv, auch nur einen müden Euro nach Griechenland zu überweisen. Spätestens seit die Troika zur Überprüfung der Sparbemühungen ungeplant abgereist ist, zeigt sich, dass Griechenland nicht weiter sparen will und realistischerweise auch nicht kann. Sie haben schon viel getan, aber das Schiff ist schon lange und zuviel voll Wasser gelaufen, als dass man es noch retten könnte. Mittlerweile haben sich auch in Deutschland eine Reihe von Politikern und die Medien in Richtung Zahlungsstopp bewegt. Ob das geplant ist oder durch die öffentliche Meinung ausgelöst wurde, ist einerlei. Meiner Meinung nach spricht viel dafür, dass Griechenland fallen gelassen werden muss. Eventuell passiert das schon in den nächsten Tagen Wir haben dann einen "Lehman-Vorgang" von 2008 genau drei Jahre später, nur auf Länderebene. Die Konsequenzen daraus sind aktuell nur schwer abschätzbar. Nachdem 2008 der Auslöser in den USA war, möchte ich darauf wetten, dass dieses Mal Europa Ort des ersten Geschehens sein wird.

4. Banken wackeln erneut (Societe Generale, Bank of America)
Deja vu 1 2008: Diesmal ein paar andere Banken aber genau dasselbe Bild: deren Aktien schmieren ab, massive Entlassungen werden angekündigt, es wird vor zu geringer Kapitaldeckung gewarnt. Sollte eine Bank fallen, können die meisten Staaten sie aber nicht mehr glaubwürdig auffangen. Die Staaten stehen jetzt selbst am finanziellen Abgrund.

5. Interbankenhandel stockt
Deja vu 2: Die Banken trauen sich gegenseitig nicht mehr und legen ihr Geld lieber bei den "sicheren" Zentralbanken an, obwohl sie dort praktisch keinen Gewinn erhalten. Joe Ackermann von der Deutschen Bank hat kürzlich ja auch bemerkt, das alles erinnere ihn schon sehr an 2008.

6. Alle Indikatoren zeigen einen massiven Wirtschaftsabschwung an
Deja vu 3: In anderen Ländern schon lange klar, zeigt sich nun auch in Deutschland schon wieder sehr deutlich das Ende des Aufschwungs. Viele und insbesondere nicht manipulierbare Indikatoren wie der Baltic-Dry-Index (Preis für internationale Schiffstransporte) fallen in Richtung des Standes von 2008/2009. Wenn die Preise so fallen, wird nur noch wenig transportiert, was auf eine massiv schrumpfende Weltwirtschaft hinweist.

7. Inflation beschleunigt deutlich
Die Preissteigerung im Bereich Lebensmittel, Energie und Rohstoffe zieht mehr und mehr an. Im Herbst laufen diverse Maßnahmen, die bisher schlimmeres verhindert haben aus. Der Euro fällt (zusammen mit dem Dollar) gegenüber den meisten Gütern schon seit längerem. Im Herbst wird das dann voll auf die Preis durchschlagen.

8. Gold- und Silberpreisanstieg beschleunigt sich
Immer neue All-Time-Highs in immer kürzeren Abständen sprechen eine deutliche Sprache. Massive Drückungsaktionen der Zentralbanken etc. verpuffen innerhalb von Tagen oder sogar nur noch Stunden. Vor vielen Jahren habe ich einmal in einer Analyse gelesen, dass vor einem Zusammenbruch oder in diesem Fall einem Preisausbruch nach oben die Amplitude der Änderungen immer größer wird. Das ist ganz ähnlich einem "Aufschwingen" einer Resonanz, bis dann die sog. Resonanzkatastrophe eintritt, der Ausbruch. Während noch vor einem Jahr eine Änderung des Goldpreises von $10 an einem Tag extrem viel und sehr selten war, sehen wir nun Änderungen von $50 und mehr innerhalb einer Stunde und das mittlerweile fast täglich.
Mal sehen, wie groß die Amplitude noch wird, aber während der Druck nach oben immer stärker wird, geht den Preisdrückern demnächst definitv die Munition aus.

Wir sehen alle Randbedingungen, die wir auch vor dem Herbst 2008 hatten erneut gegeben plus eine Reihe weiterer Faktoren, die nun noch hinzukommen.
Während 2008 die Staaten noch mit hunderten von Milliarden einspringen konnten, ist dieses nun nicht mehr möglich. Wir kommen aktuell an vielen Stellen an Endpunkte und das Verhalten der Politiker und Zentralbanker zeigt auch deutlich, dass sie jetzt mit ihrem Latein am Ende sind. Wann die Sache bricht und wie, ist schwer zu sagen. Ich gehe auch wie vor davon aus, das es stückweise passieren wird und sich über einen längeren Zeitraum hinziehen wird. Der erste Bruch ist aber nur noch Wochen oder sogar Tage entfernt.

Mein Tipp (ohne Gewähr):

1. Ausstieg/Rausschmiss von einem oder mehreren Ländern aus dem Euro
2. Euro löst sich über einen gewissen Zeitraum und schrittweise komplett auf
3. Rezession und dann Depression
4. Der Dollar profitiert zunächst, bricht dann aber komplett zusammen
5. Welthandel geht auf Null zurück
6. Zeitweise keinerlei wirtschaftliche Aktivitäten mehr (das "Blut" der Wirtschaft fehlt), auch auf lokaler Ebene

Garniert wird das ganze mit dem einen oder anderen Terroranschlag und Krieg sowie Chaos in Politik und Verwaltung. Letzteres ist schon sichtbar und wird sich mit der Zeit immer mehr verstärken. Den ersten Krieg diesbezüglich hatten/haben wir schon, denn es zeigt sich immer mehr, dass insbesondere Frankreich den Libyenkrieg gebraucht hat, um sich finanziell über Wasser zu halten. Das werden wir häufiger erleben, auch um die Menschen von den wirtschaftlichen Themen abzulenken.

Wenn Sie also noch Vorbereitungen treffen wollten, wäre es eine gute Idee, diese nun schleunigst abzuschließen.
Wie bei einem Sturm, schließen Sie nun die Fenster und Türen, binden alles fest und bleiben Sie zuhause. Die Windstärke beginnt schon spürbar zu steigen. Aktuell ist es aber erst eine leichte Brise, wir werden einen Hurrican der größten Stufe erleben. Der Himmel hat sich schon massiv verdunkelt. Die gute Nachricht: irgendwann ist der Sturm dann auch wieder abgezogen. Wer aber Fenster und Türen geöffnet gelassen hatte und nichts fixieren wollte, wird dann nurmehr Trümmer vorfinden....