Kongress "Wege aus der Matrix"

Dienstag, 6. März 2018

Ade SPD




Ein Abgesang

Nun ist es also amtlich: die SPD gab den Posten und Dienstwagen erneut den Vorzug vor ihrer eigenen Zukunft. Selten war es aber so deutlich für alle Menschen zu bemerken. Es wurde ja zuvor eine Angstkampagne gefahren, dass bei einem Nein zur GroKo die SPD endgültig abstürzen würde.
Ich prophezeie nun aber: das „Ja“ wird dazu führen.

Ich oute mich jetzt einmal. Ich habe früher auch SPD gewählt. Ich hatte Männer wie Brandt und Schmidt noch aktiv erlebt – die sicher auch ihre Fehler hatten – aber grundsätzlich aus meiner damaligen Sicht eine gute Politik vertreten haben. Auch wenn ich nicht mit allem einverstanden war und damals über die großen Hintergründe noch nichts wusste. Heute ist aber klar, dass ein Helmut Schmidt nie und nimmer gegen den Nachrüstungsbeschluss der NATO hätten stimmen können, selbst wenn er es gewollt hätte. Die Kanzlerakte, die mittlerweile von sehr prominenten Vertretern wie Egon Bahr zugegeben wurde, verhinderte dieses wirksam. Ich wählte damals die SPD, um Kohl endlich loszuwerden und freute mich, als Schröder Kanzler wurde. Was dann aber unter Rot-Grün passierte, erstaunte mich allerdings sehr und öffnete mir schon damals die Augen. 
Trotzdem war ich von Anfang an nicht glücklich, als Angela Merkel ihn ablöste und es zeigte sich, dass wir vom Regen in die Traufe gekommen waren. Schröder hatte wenigstens die unabdingbar notwendigen guten Beziehungen zu Russland gepflegt. Heute ist die SPD mit der größte Hetzer gegen Russland und das bei der Tradition eines Willy Brandt. Die damalige Sowjetunion war sicher nicht besser als das heutige Russland.

Die kleinen Leute hat die SPD heute auch völlig vergessen – das war aber ihre primäre Klientel. Wenn Sie im Rahmen der Fernsehberichterstattung zur GroKo zuletzt häufiger Einblick in Ortsvereine der SPD bekommen haben, dann konnte man gut erkennen, dass das Durchschnittsalter der Mitglieder irgendwo bei 70 Jahren liegen dürfte.

Wenn die SPD viel Glück hat, wird die GroKo schnell wieder zerbrechen. Ansonsten dürfte die SPD demnächst auf einstellige Ergebnisse zurückfallen. Es ist schon anderen ehemaligen Volksparteien in Europa passiert und es wird auch in Deutschland passieren. Die CDU braucht sich aber gar nicht erst zu freuen – ihr droht dasselbe Schicksal.

Zu dem angeblichen Mitgliederentscheid zitiere ich nur kurz aus meinem aktuellen Newsletter:

Dann haben die Mitglieder der SPD angeblich mit 66,02% für die GroKo gestimmt, 33,98% waren dagegen. Dieses Ergebnis würde ich mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit als gefälscht ansehen. Es unterscheidet sich zu wenig von dem von 2013. Die Voraussetzungen waren aber völlig andere. Selbst der vorhergehende Parteitag – in dem normalerweise viel Ja-Sager sitzen, die ansonsten etwas zu verlieren haben – stimmte mit nur 56% dafür und das mit Auflagen, von denen praktisch keine durchgesetzt wurden. Und nun sollen auf einmal 2/3 der Mitglieder dafür gestimmt haben?

Es haben sich schon Mitglieder gemeldet, die dagegen angehen wollen, denn von einer neutralen Wahl, wie es beim Parteitag noch beschlossen wurde, war nur wenig zu sehen. Bei den ganzen Regionalveranstaltungen gab es deutlich mehr Redezeit für die GroKo-Befürworter. Dem Wahlzettel lag dann aber tatsächlich noch ein Beiblatt bei, in dem massiv für die GroKo geworben wurde, unterschrieben von allen möglichen prominenten Leuten, nicht nur dem Parteivorstand. Schon hier zeigt sich, dass man gegen alle vereinbarten Regeln verstoßen hat.

Das langjähriges SPD-Mitglied Olaf Müller hat in einem Video alles dazu gesagt. So dürften sich sicher mehr als nur 1/3 der Mitglieder fühlen. Wir werden sehen, ob die Aktionen gegen diesen Beschluss erfolgreich sein werden?

Den Möglichkeiten zu einer Manipulation waren aber natürlich auch Tür und Tor geöffnet, im Gegensatz zu staatlichen Wahlen lag alles in der Hand der Partei selbst – und dort natürlich den Parteioberen. Was aber den alternativ informierten Menschen sofort anzeigt, dass das genannte Ergebnis so mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gedreht wurde, ist die Tatsache, dass es 66% zu 33% waren. Zudem begann der erste SPD-Mann bei der Verkündung der Ergebnisse um exakt 9:33 Uhr an das Mikrofon zu treten. Begonnen soll die Veranstaltung um 9:11 Uhr haben – das habe ich noch nicht final verifizieren können. Das sind alles typische Signalzahlen der Hintergrundeliten (alt). Wir erinnern uns, Macron wurde ja auch mit 66,06% gewählt. Es gibt schon Zufälle, oder?

Man hatte Martin Schulz geholt, um einen zu haben, der die zu erwartende krachende Niederlage übernimmt. Seine 100% Wahl war einfach nur lächerlich und ich habe damals bereits geschrieben, dass man ihn danach wieder abschießen wird. Er kann einem fast einwenig leidtun, aber wegen seines großen Egos hatte er die Falle nicht bemerkt. Nun haben wir noch ein paar tapfere Jusos, welche die Gefahr erkannt haben und die als junge Menschen die Zukunft ihrer Partei noch interessiert, aber es durfte kein Scheitern der GroKo geben – dieses wurde von den Hintertanen nicht erlaubt. Es ist davon auszugehen, dass man dieses dann auch Schulz deutlich klargemacht hat.

Zuvor war wohl tatsächlich eine Jamaika-Koalition geplant, dann wäre die SPD die führende Oppositionspartei gewesen und die AfD wäre kleingehalten worden. Lindner und Trittin (beides Bilderbergkonferenz-Teilnehmer) haben Jamaika aber abgeschossen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass dieses von den alten Hintertanen so nicht vorgesehen war – es gibt aber aktuell neue Hintertanen, ganz besonders in den USA. Das könnte dann auch dazu führen, dass diese neue Regierung nicht mehr lange halten wird.

Zudem steigt die Wahrscheinlichkeit, dass mit dem Verhalten fast aller aktuellen Parteien demnächst die Parteiendemokratie als Ganzes gegen die Wand gefahren wird. Spätestens seit Merkel gibt es bis auf wenige Ausnahmen keine Opposition mehr im Parlament. Diese ist erst mit der AfD wieder erkennbar vorhanden. Wir werden sehen, ob das noch reichen wird?

Man könnte fast meinen, die Altparteien wollten gezielt die Parteiendemokratie unmöglich machen. Es wird in nicht allzuferner Zukunft mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr große Veränderungen in der Politik in Deutschland geben. Die aktuelle Regierung wird, wenn sie denn tatsächlich am 14. März vereidigt wird, das Land vollends an die Wand fahren. Und die SPD wird dafür primär verantwortlich gemacht werden. Deshalb liebe SPD: „Sag' zum Abschied leise Servus...“

Ich möchte noch einen altehrwürdigen SPD-Politiker zitieren, der sicher seine Ecken und Kanten hatte: Herbert Wehner. Was er damals sagte, trifft auf die meisten Abgeordneten und vor allem fast alle Führungskräfte der SPD (aber nicht nur von dieser Partei) heute besser als je zuvor zu:

Bundesarchiv, Bild 175-Z02-00866 / CC-BY-SA 3.0

"Es gibt Würstchen in diesem Parlament, die sind den Mostrich nicht wert,
den man auf sie streichen müsste, um sie genießbar zu machen."

Und noch ein paar weitere Zitate, die sich unsere aktuellen Politiker hinter die Ohren schreiben sollten:

„Verleumdungshetze gibt es überall. Die Spezialisten bedienen sich gesinnungslos alles, woher es auch stamme. Ich bleibe dabei, mich unter keinen Umständen solcher Mittel zu bedienen. Noch habe ich sogar die Hoffnung, daß es gelingen werde, diese Praxis zu überwinden. “

Ist aktuell leider völlig gescheitert – insbesondere auch bei seiner Partei.

„Das Recht zur Kritik und die Pflicht zur Selbstverantwortung müssen geübt werden, damit allmählich ein genügend starker Widerstand gegen alle Arten totalitärer Führerherrschaft und Gleichschaltung aufgerichtet werden kann. Ich schreibe ‚alle Arten‘ und will damit sagen, dass die nazistische nicht die einzige ist.“

Ich glaube, Wehner hätte es nicht für möglich gehalten, was gerade in Deutschland passiert. Wir stehen vor großen Veränderungen, Zeiten des Chaos sind praktisch nicht mehr zu vermeiden, bitte bereiten Sie sich darauf vor (was alles dazugehört, finden Sie kompakt in meinem kostenlosen eBook „Der Krisenratgeber“).

Titelbild: Fotolia.com - hawanafsu