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Donnerstag, 21. Juni 2012

Anne Will - Ich will nicht (mehr die Pro-Euro Platitüden hören)


Anne Will und ich will nicht mehr diese Platitüden über den ach so wichtigen Euro hören.

Gestern bin ich einmal wieder bei der Talkshow Anne Will "hängengeblieben", bei der es einmal wieder um die Eurokrise ging. Nicht dass ich mir dort irgendwelche neuen Informationen versprochen hätte, zumal auch niemand annähernd Kompetentes wie z.B. ein Prof. Hankel oder ein Dirk Müller dabei war. Es kamen aber wieder eine Reihe dieser "Argumente" der Euro-Befürworter, die ich jetzt einmal beleuchten möchte. Jeder, der diese Platitüden in einer Diskussion zu hören bekommt, kann dann entsprechend auf belegbaren Fakten basierend kontern. Ich würde das auch zu gerne einmal in einer solchen Talkshow machen, aber die Chancen dazu sind wohl eher gering - selbst Prof. Hankel wird kaum noch eingeladen, weil dann die Gegenseite argumentativ zu sehr in die Defensive gerät.

Gehen wir die typischen Aussagen der Befürworter doch einmal durch:
  • Deutschland hat von dem Euro am meisten profitiert
Das ist das Totschlageargument, mit dem alle immer wieder daherkommen. Primär bezieht sich das auf die Exporterfolge, die wir angeblich nur durch den Euro erzielen konnten. Dann schauen wir uns doch einmal die Vergangenheit an:

Die drei führenden Exportländer seit 1982 (der Euro kam 2001, 1999 als Buchgeld)

Jahr 1. Platz               Mio. US$       2. Platz         Mio. US$ 3. Platz       Mio. US$
1982 USA 216.442 BR Deutschland 176.424 Japan 138.385
1983 USA 205.639 BR Deutschland 169.417 Japan 146.965
1984 USA 223.976 BR Deutschland 171.735 Japan 169.700
1985 USA 218.815 BR Deutschland 183.933 Japan 177.164
1986 BR Deutschland 243.326 USA 227.158 Japan 210.757
1987 BR Deutschland 294.369 USA 254.122 Japan 231.286
1988 BR Deutschland 323.323 USA 322.427 Japan 264.856
1989 USA 363.812 BR Deutschland 341.231 Japan 273.932
1990 Deutschland 421.100 USA 393.592 Japan 287.581
1991 USA 421.730 Deutschland 402.843 Japan 314.786
1992 USA 448.163 Deutschland 430.042 Japan 339.885
1993 USA 464.773 Deutschland 380.096 Japan 362.244
1994 USA 512.627 Deutschland 426.935 Japan 397.005
1995 USA 584.743 Deutschland 523.461 Japan 443.116
1996 USA 625.073 Deutschland 524.649 Japan 410.901
1997 USA 689.182 Deutschland 512.891 Japan 420.957
1998 USA 682.138 Deutschland 543.752 Japan 387.927
1999 USA 695.797 Deutschland 543.539 Japan 417.610
2000 USA 781.918 Deutschland 551.810 Japan 479.249
2001 USA 729.100 Deutschland 571.645 Japan 403.496
2002 USA 693.103 Deutschland 615.831 Japan 416.726
2003 Deutschland 751.560 USA 724.771 Japan 471.817
2004 Deutschland 909.887 USA 814.875 China 593.326
2005 Deutschland 970.914 USA 901.082 China 761.953
2006 Deutschland 1.108.107 USA 1.025.967 China 968.978
2007 Deutschland 1.321.214 China 1.220.060 USA 1.148.199
2008 Deutschland 1.446.172 China 1.430.693 USA 1.287.442
2009 China 1.201.612 Deutschland 1.120.041 USA 1.056.043
2010 China 1.577.824 USA 1.278.263 Deutschland 1.258.924
2011 China 1.898.600 USA 1.480.646 Deutschland 1.473.889
 Quelle: World Trade Organization: Time Series on international trade

Man kann schön ersehen, dass der Euro keinerlei Einfluss darauf hatte, dass Deutschland immer im Spitzentrio dabei war. Das geht übrigens bis 1953 zurück. Tatsächlich konnten wir uns zeitweise nach der Euroeinführung auch auf Platz 1 setzen, was aber nicht nur auf den Euro zurückzuführen ist.

Damit fällt aber auch gleich das nächste Argument der Euro-Gläubigen:
  • Mit der D-Mark wären wir nicht mehr konkurrenzfähig
Bis 2001 waren wir mit der D-Mark auch mehr als konkurrenzfähig im Weltmarkt, warum soll das nicht wieder so sein ?
Deutschland spielt nicht im Billigsegment, die Stärke sind Produkte, welche sich durch Innovation und Qualität auszeichnen, technisch immer in Führung liegend. Insbesondere im Investitionsgüterbereich bezahlen die Kunden gerne einen höheren Preis, wenn Sie durch die besseren Produkteigenschaften höhere Umsätze und Gewinne für ihr Geschäft erzielen. Das war in der Vergangenheit nachweislich so und wird auch wieder so sein. Ein gutes Beispiel, an dem man auch ersehen kann, dass der Preis bei bestimmten Produktkategorien nur eine untergeordnete Rolle spielt, ist die Firma Apple. Obwohl die Produkte im Hochpreissegment liegen, sind die Absatzzahlen schwindelerregend und Apple ist das erfolgreichste Unternehmen weit und breit.
Sollte eine aufgewertete zukünftige D-Mark ein Produkt verteuern, gibt es zusätzlich noch den abmildernden Effekt, dass sich zur Herstellung benötigte Rohstoffe und Komponenten sowie die Energie verbilligen, sofern diese importiert werden. Letzeres ist aber heute in vielen Bereichen noch stärker der Fall, als in der Zeit vor der Euro-Einführung. Von daher wird man sich sicher anstrengen müssen, weiterhin führende Produkte zu liefern, aber dann sollte der Export auch weiterhin sehr erfolgreich bleiben. Eine kleine Delle ist natürlich nicht auszuschliessen, diese wird dann größer werden,  wenn es in der Welt immer weniger Käufer gibt, die sich aufgrund der Schuldenproblematik und Rezession weltweit überhaupt noch etwas leisten können. Das hat aber nichts mit Euro oder D-Mark zu tun.

  • Durch den Euro hat Deutschland besonders viel innerhalb Europa absetzen können
Ich möchte gar nicht bestreiten, dass Deutschland in den letzten Jahren insbesondere mit den südeuropäischen Ländern sehr gute Geschäfte gemacht hat. Aber waren diese Geschäfte wirklich so gut ? Man hatte billiges Geld und gab es gerne aus. Nur woher kam eigentlich das Geld ?

Stellen Sie sich vor, neben Ihnen macht ein Bäcker auf und Sie kaufen ihm jeden Morgen zehn Brötchen ab und lassen es anschreiben. Hunderte anderer Menschen machen es ebenso. Jeden Abend ist der Bäcker ausverkauft, also muss er doch sehr erfolgreich sein, oder ?
Natürlich hilft ihm das wenig, alle Produkte immer "verkauft" zu haben, wenn er dafür nur wertloses Papier in Form von Schuldscheinen hat. Während das bei einem Bäcker sehr schnell offensichtlich wird, ist das bei den europäischen Volkswirtschaften durch das Target-2 System deutlich verdeckter. Auch erhält der Hersteller des Produkts sein Geld und ist glücklich. Bezahlt wurde es aber letztendlich von der deutschen Bundesbank, die nun eine entsprechende Forderung gegen die EZB hat, diese wiederum gegen die jeweilige Zentralbank des Käuferlandes. Diese Forderungen der Bundesbank haben sich mittlerweile auf über 700 Milliarden Euro aufgeschichtet; am Ende des Tages haben die meisten europäischen Käufer bei Deutschland "anschreiben" lassen.
Glauben Sie wirklich, wir sehen das Geld jemals wieder ? Am Ende des Tages haben wir einen Großteil unserer Exporterfolge in Europa selbst bezahlt.

  • Der Euro garantiert den Frieden in Europa, ohne ihn kann es wieder Krieg geben
Der Frieden wurde durch die europäischen Verträge, die europäische (Wirtschafts-)Gemeinschaft aber nicht durch den Euro gefestigt. Im Gegenteil, aktuell zeigt sich der Euro als Spaltpilz, der sogar die Gefahr von Kriegen wieder erhöht. Der Euro ist eine Schönwetterwährung und solange es allen gut ging, war Friede, Freude, Sonnenschein. Seit zwei Jahren erleben wir nun in den Massenmedien der einzelnen Länder Auseinandersetzungen, die lange überwunden geglaubt waren. Der Deutsche ist auf einmal wieder böse, die Griechen sind faul und vieles mehr. Die Politiker giften sich an, Grenzkontrollen kommen immer öfter wieder auf die Tagesordnung, aber der Euro bringt nur Freude und Frieden...

  • Der Euro hat uns niedrige Inflationsraten gebracht
Das ist kein Witz, es wurde gestern tatsächlich behauptet. Ich musste erst einmal lachen, denn der Teuro ist mittlerweile für jeden ersichtlich. Allein die Preise im Restaurant haben sich in den 10 Jahren Euro verdoppelt, bzw. Sie zahlen heute den Preis in Euro, den Sie früher in DM gezahlt haben. Wenn wir einmal die Computer und Fernseher aussen vor lassen, kann von Preisstabilität keine Rede sein. Natürlich wird mit dem "Warenkorb" des statistischen Bundesamtes der offizielle Wert gedrückt, in dem er jedesmal "angepasst" wird. Auch die DM hatte ihre Zeiten mit höherer Preissteigerung, aber im Gegensatz zu fast allen anderen Währungen der Welt war sie knochenhart. Die Versprechungen, dass der Euro ebenso würde, hätten vielleicht gehalten werden können, wenn die Stabilitätskriterien eingehalten worden wären. Da diese aber allesamt gebrochen wurden, ist die Härte der Währung natürlich auch nicht mehr gegeben.

  • Ein Ausstieg aus dem Euro würde XXX Milliarden Euro kosten, die Welt untergehen lassen, etc.
Es wird kein Zuckerschlecken werden, keine Frage. Es bleibt allein die Frage nach der Alternative ? Immer mehr kommen nun Aussagen, dass der Euro noch so ca. drei Monate hätte, wenn nicht endlich die Lösung gefunden würde. Es wurde aber leider bisher nicht auch nur ein Lösungvorschlag präsentiert, der ansatzweise eine Chance hätte, etwas wirklich an den Problemen zu beheben.
Die "Lösung" durch eine Vergemeinschaftung der Schulden noch weitere machen zu können, bringt bestenfalls noch ein wenig mehr Zeit. Da aber nun auch Deutschlands Kreditwürdigkeit unter Druck kommt, wird wohl nicht einmal das noch lange weiterhelfen. Die Alternative ist dann der ungeordnete Crash des Euro.

Wenn man ein totes Pferd reitet, sollte man absteigen !

Um es einmal ganz klar zu sagen: der Euro ist nicht das Problem unseres Finanzsystems, es ist die weltweite Verschuldung aufgrund des Zinseszinssystems. Der Euro ist aber das zerbrechlichste Glied, da er eine Reihe von Konstruktionsfehlern hatte, die nun sein Ende herbeiführen. Eine neue Deutsche Mark ohne Golddeckung wird uns auch nicht retten, aber das ist ein anderes Thema. Mir ging es heute nur einmal um die gebetsmühlenartig wiederholten Pro-Euro-Argumente, die klar widerlegbar sind.

Mittwoch, 14. September 2011

Die letzten Minuten der Verlängerung im Euro-Spiel

Eine Zeitschrift hat die gerade die aktuellen Vorgänge in Europa als "Das Endspiel" bezeichnet. Ich gehe davon aus, dass wir nun unmittelbar vor dem Abpfiff des Spiels stehen, die neunzigste Minute ist schon überschritten. Eventuell gibt es noch eine kurze Nachspielzeit (siehe unten), aber dann ist definitiv Schluss.

Diese Woche hat es in sich. Um im Vergleich mit einem Sturm aus dem letzten Beitrag zu bleiben: der erste Wolkenbruch steht nun unmittelbar bevor.
Die Äußerungen einer Reihe deutscher Politiker am Wochenende, dass eine Insolvenz Griechenlands oder auch dessen Euro-Austritt eine denkbare Option sein muss, kommt mit Sicherheit nicht zufällig. Es wird nun versucht "den eigenen Hintern zu retten" und eventuell auch von etwas abzulenken. Außerdem zeigen Aktionen von Merkel, Sarkozy etc. wie kurzfristig anberaumte Notfallkonferenzen, die dann wieder abgesagt werden, nur um zwei Tage später einen entsprechenden Telefon-Call zu machen, dass die Politik nun in den Panik-Modus übergeht. Der überraschende Rücktritt des Chef-Volkswirts der EZB Herrn Stark am Freitag zeigt, dass ein Bruch durch die EZB geht.
Die französischen Großbanken erhalten wohl keine Dollars mehr, die sie aber dringend benötigen, um ihre Verpflichtungen zu erfüllen und sie wurden zudem aktuell auch noch von Moodys herabgestuft (BNP Paribas noch nicht, es wird aber damit gedroht). Das Muster haben wir genauso bei Lehman 2008 gesehen - drei Tage später kam die Insolvenz.... Am Freitag (16.9.) gibt es nun die Konferenz der europäischen Finanzminister, zu der sich auch der amerikanische Finanzminister Geithner eingeladen hat, sowie alles was bei EU und Zentralbanken Rang und Namen hat dabei sein wird. Das ist definitiv keine normale Konferenz mehr... Diese Dinge zeigen deutlich, dass die Krise nun mit aller Macht zurückgekehrt ist. Aussitzen, mit staatlichem Geld (noch mehr Schulden) bewerfen und Schönreden (wie 2008) funktioniert nun nicht mehr, da die Staaten selbst am Abgrund stehen. Einzig die Zentralbanken halten das Gebilde noch aufrecht. Von daher werden nun neue Aktionen erfolgen müssen, wenn man verhindern will, dass alles unkontrolliert zusammenbricht.

Hierzu passt es gut, dass aus Insiderkreisen seit Anfang der Woche Informationen durchsickern, dass es am Wochenende eine Währungsreform, insbesondere auch in Deutschland geben könnte. Es gibt meiner Meinung nach eine gute Chance dafür, eventuell dauert es aber auch eine oder ein paar Wochen länger. Da die Politik in einen rein reaktiven Modus gefallen ist, wissen das unter Umständen die Verantwortlichen heute selbst noch nicht genau... Die Wahrscheinlichkeit scheint aber bei den aktuellen Entwicklungen stündlich zu steigen. Dazu passt ein Bericht aus England (der natürlich eine Fake sein könnte, grundsätzlich aber sehr glaubwürdig klingt), dass man aktuell bei den Banken keine britischen Pfund mehr über eine europäische EC-Karte bekommt und selbst in Geschäften die Personalien aufgenommen werden, wenn man nur etwas größere Beträge in Euro nutzen möchte. Das deutet stark darauf hin, dass man in England damit rechnet, dass der Euro demnächst nichts oder sehr viel weniger wert sein wird.
Wenn eine Währungsreform kommt, ist sie dieses Mal weit weniger gut vorbereitet, weshalb davon ausgegangen werden muss, dass die Zeit des Chaos, bis alles wieder läuft, länger sein wird, als bei einer gut vorgeplanten Aktion. Deshalb sollten Sie unbedingt genügend Bargeld im Haus, einen vollen Tank und einen gut gefüllten Kühlschrank haben und diesen Zustand kontinuierlich die nächsten Wochen aufrecht erhalten, bis es dann passiert ist. Die Banken werden mit Sicherheit eine zeitlang schliessen, Tankstellen und Supermärkte eventuell auch. Zumindest wird man dort dann aber nur mit Bargeld zahlen können, sofern sie Euro überhaupt noch nehmen...
Dass alle Papierguthaben ab einer bestimmten Höhe verloren sein werden, habe ich schon mehrfach ausführlich dargelegt.

Wenn am Freitag die Konferenz beendet ist, werden wir erfahren, was passieren wird. Hier gibt es eigentlich nur drei Möglichkeiten, was herauskommen kann:

  1. Alles bleibt wie es ist, man hat ein paar Problemchen, diese aber im Griff; die Welt ist schön... (ist sie übrigens in jeder Hinsicht, nur nicht gerade auf den Finanzmärkten).
  2. Es wird das nächste ultimative Rettungsvorhaben verkündet, mit dem dann endgültig alle Probleme gelöst würden (Eurobonds ?).
  3. Es werden erste Konsequenzen gezogen, wie eine Insolvenz Griechenlands und/oder Ausstieg diverser Staaten aus dem Euro.

ad 1.) Bei dieser Aussage zeigt die Politik den Märkten endgültig ihre Handlungsunfähigkeit und Ignoranz: Das dürfte in der/den folgenden Wochen unmittelbar zu unkontrollierten Insolvenzen von Staaten und Banken sowie Auflösungserscheinungen des Euros führen.

ad 2.) Wenn das Paket groß genug ist (es müßte wieder einmal deutlich größer als alles bisherige sein) und ev. auch von der USA und anderen in der Welt gestützt wird, könnte man die Kuh für kurze Zeit wieder vom Eis bekommen. Man würde hier aber nur mehr Wochen gewinnen können und sitzt nach kurzer Zeit wieder am Tisch, weil der Zusammenbruch droht. Das wissen dort mittlerweile auch alle. Schon jetzt steht die Frage im Raum, wie man überhaupt noch einmal erneut eine Glaubwürdigkeit hinbekommen möchte. Wenn diese erst einmal verloren ist, hat man gar keine Möglichkeiten mehr.

ad 3.) Diese Variante tut weh, sie hat heftige Folgen für die Bevölkerungen, die Maßnahmen werden auch nur einen Zeitgewinn bedeuten, nicht die endgültige Lösung. Da müssten ganz andere Dinge getan werden. Der Zeitgewinn dürfte aber deutlich größer ausfallen, als bei Variante 2 und man behält vor allem zunächst die Glaubwürdigkeit. Im Gegenteil, man würde sogar den Eindruck erwecken, endlich das Heft des Handelns wieder zurück zu bekommen. Diejenigen, die nichts dabei verlieren, werden sogar Beifall klatschen...


Wir werden es am Freitag sehen... Egal was gemacht wird, es heißt mittlerweile: Die Pessimisten gehen davon aus, dass der Euro nur noch ein paar Tage überlebt, die Optimisten davon, dass er es noch ein paar Monate schafft....


Ein kleine Randnotiz: ich habe bei einem großen Discounter gestern ein Schild entdeckt, dass Kaffee nur noch in "haushaltsüblichen" Mengen abgegeben wird. Vor ein paar Monaten konnten Sie dort noch unbegrenzt Kaffee kaufen. Das ist nur ein kleines Zeichen dafür, wie sich Dinge immer mehr ändern. Natürlich können Sie jeden Tag dorthin gehen und drei Packungen kaufen oder bei anderen Supermärkten vorbeischauen, die diese Begrenzung noch nicht haben. Wenn Sie aber ein wenig Kaffee bunkern möchten, haben Sie aktuell schon deutlich größere Mühen, als noch vor einem halben Jahr. Da sind Sie in den Laden gegangen und haben einfach drei Paletten zu einem hervorragend günstigen Preis mitgenommen. Es geht aktuell aber noch, irgendwann wird es gar nicht mehr funktionieren. So etwas werden wir mit vielen Dingen erleben, die wir jetzt noch für selbstverständlich halten.

Samstag, 24. April 2010

Achtung Währungsreform voraus !

Der Euro ist tot – das habe ich bereits in meinem letzten Eintrag geschrieben. Immer mehr Beiträge in den offiziellen Medien kommen nach der Pleite Griechenland sogar auch zu diesem Schluss. Der Euro wird gerade immer stärker abverkauft und sein kompletter Absturz kann nur noch mit umfangreichen Stützungsaktionen verhindert werden.

Ich war allerdings der Ansicht, dass man versuchen wird, das Unvermeidliche möglichst lange hinauszuschieben und am Ende die Hyperinflation den Euro niederstreckt.
Nun mehren sich allerdings die Anzeichen, dass eine andere Variante gewählt wird, nämlich die Währungsreform. Dafür spricht auch, dass aktuell im europäischen Finanzsystem seit dieser Woche "die Hütte brennt".

Was passiert bei einer solchen Währungsreform ?
Es wird eine neue Währung eingeführt, so wie wir auch den Euro bekommen haben. Es ist allerdings dieses Mal zu erwarten, dass ein sog. Währungsschnitt hinzukommt. Das bedeutet, dass nicht alle Guthaben komplett auf die neue Währung zu einem festen Umtauschkurs gebracht werden, sondern nur ein Teil davon. Nehmen wir an, Sie haben aktuell ein Vermögen von € 50.000,- auf Konten und Sparbüchern. Es könnte so ablaufen, dass Sie dann € 10.000,- 1:1 in die neue Währung getauscht bekommen – d.h. Die Kaufkraft bleibt hier erhalten. Der Rest wird 1:10 umgetauscht oder bleibt erhalten, ist aber für fünf Jahre gesperrt. Sie werden auf jeden Fall einen massiven Verlust erleiden.

Woran ist zu erkennen, dass so etwas bevorsteht ?

Es zeigte sich schon im letzten Jahr, dass eine neue Währung gedruckt wird. Die Firma, welche Maschinen zum Drucken von Banknoten herstellt, verkaufte 14 Stück auf einmal an die Bundesdruckerei, ein bisher einmaliger Vorgang. Auch die Hersteller von Druckfarben und Sicherheitsstreifen bekamen Aufträge, die zu keinen aktuell bekannten Banknoten passten. Mittlerweile scheint die DM-2 fertig gedruckt zu sein und wird wohl auch in bestimmten Kreisen schon herum gezeigt.
Man muss an dieser Stelle aber auch sagen, die Bundesregierung würde verantwortungslos handeln, wenn sie nicht eine Ersatzwährung drucken würde. Wir bereits im letzten Beitrag beschrieben, wird der Euro nicht überleben. Eine neue Währung stampft man aber nicht mal schnell aus dem Boden.

Es tauchen nun aber immer mehr Indizien dafür auf, dass diese Währungsreform unmittelbar bevorstehen könnte. Im Gegensatz zur Euro-Einführung, die ja eine verlustfreie Umstellung bedeutete, wird diese Reform „über Nacht“ bzw. ein (ev. Verlängertes) Wochenende kommen. Hier werden viele Menschen Verluste erleiden, deshalb bleibt sie geheim, um eine Flucht aus der alten Währung zu vermeiden.

Welche Indizien häufen sich denn aktuell ?

* Es sind massiv gehäuft Geldtransporte zu beobachten

* In vielen Banken werden gerade umfangreiche Änderungen in Computersystemen durchgeführt

* In vielen Banken wurden Urlaubssperren bis Juni/Juli verhängt

* Einige Banken kündigen Tage an, an denen sie geschlossen sein werden

* Alle Arten von Automaten (Geldautomaten bis hin zu Spielautomaten) erhalten aktuell Updates (bei Spielautomaten ist das sehr ungewöhnlich)

* Immer häufiger erscheint die DM wieder auf Rechnungen (dieses sollte sicher nicht so sein, aber Software-Fehler können hier schon einen Ausblick auf Zukünftiges geben). Ein Beispiel hierfür sind Tankquittungen, die seit April wieder eine Zwischensumme in DM aufführen

* Im März war an der New Yorker Börse ja auch eine Woche lang wieder der französische Franc aufgeführt

* In den Medien wird die Währungsreform langsam vorbereitet ( Die Welt:„Bekommen wir unsere D-Mark zurück?“. In SWR3 am 20.4.: Vorankündigung zur Sendung am 22.4. „Wie sicher ist unser Geld ?“ mit der Aussage: "Die Frage ist nicht ob, sondern wann die Währungsreform kommt, haben wir sie in zwei oder in zehn Jahren." Bild, ZDF und andere mehr

Außerdem scheint man sich bei den staatlichen Stellen auf Unruhen vorzubereiten. Das ist auch ein deutliches Zeichen dafür, dass es diesmal einen „Haircut“, d.h. Verluste für die Bevölkerung geben wird.
Es ist unwahrscheinlich, dass nur Deutschland eine Währungsreform durchführt, da dieses massive Verwerfungen an den Finanzmärkten hervorrufen würde. Ziel der ganzen Aktion ist die Entschuldung der Staaten, da die meisten keine Chance mehr haben, ihre Schulden zu begleichen.

Welcher Zeitpunkt ?

Das ist ganz schwer zu sagen. Die Vorbereitungen sind aber offensichtlich bereits in einem so fortgeschrittenen Status, dass die Geheimhaltung nicht mehr überall gewährleistet ist. Deshalb reden wir hier mit Sicherheit nur noch von Wochen oder wenigen Monaten, nicht mehr über Jahre.
In Deutschland steht die Landtagswahl in NRW am 9. Mai an – vorher wird hier sicher nichts passieren. Danach bieten sich das Himmelfahrts- oder das Pfingstwochenende an, aber ich glaube wie gesagt nicht, dass Deutschland hier alleine agiert. Warten wir es ab. Über die Mittel und Wege, wie Sie sich vorbereiten können, habe ich ja bereits in meinem vorigen Eintrag berichtet.

Eventuell passiert auch im Mai noch nichts, sondern erst im Herbst oder in 2011. Wenn es aber soweit ist, haben Sie keine Chance mehr, zu reagieren.