Montag, 16. Dezember 2013

Der große Paradigmenwechsel 2013



2013 war ein ganz besonderes Jahr und keiner hat es gemerkt. Es wurden zwei sehr grundsätzliche Freiheiten öffentlich aufgekündigt, die seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland als selbstverständlich angesehen wurden. Das galt im Übrigen auch für die meisten anderen westlichen Staaten genauso. Es geht hier um folgende zwei Paradigmen:
  1. Rechtmäßig erworbenes Eigentum ist geschützt und kann nicht ohne Weiteres durch den Staat enteignet werden. Besteuerung bis zu einem bestimmten Punkt ist zwar erlaubt, darf aber nicht langfristig enteignen. Dieses Paradigma war und ist eine Grundvoraussetzung, dass in einem Land überhaupt in größerem Umfang Investitionen stattfinden. Das scheue Reh Kapital sucht sich ansonsten sicherere Gefilde.
  2. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Darunter fällt auch die Unverletzlichkeit des Privatbereichs. Solange nicht sehr begründeter Verdacht besteht, dass eine Person straffällig geworden ist, kann ein Bürger nicht überwacht oder ausgespäht werden.
Diese zwei Paradigmen gehörten zum Selbstverständnis der meisten westlichen Staaten und damit grenzte man sich zu Recht positiv gegenüber Unrechtssystemen wie der Sowjetunion oder China ab. Ich möchte an dieser Stelle jetzt nicht diskutieren, inwiefern diese zwei Paradigmen in der Vergangenheit auch tatsächlich vollständig in der Realität gegolten haben. Wie wir wissen, läuft die umfangreiche Überwachung der NSA ja schon viele Jahre. Grundsätzlich ist es aber so, dass zumindest nach außen hin der Schein gewahrt wurde, dass diese Paradigmen uneingeschränkt gelten.

2013 nun hat sich aber genau dieses massiv verändert. Immer mehr Politiker und Institutionen (z.B. IWF) fordern ganz öffentlich, den Schutz des Eigentums zu beenden und es gibt praktisch kein Protest dagegen. In Zypern hat man dann im Frühjahr öffentlich vorgeführt, dass man hier nicht nur über theoretische Dinge geredet hat. Die meisten betroffenen Menschen dort waren Geschäftsleute und ganz normale Menschen, die von Teilen bis hin zu fast alles von ihrem rechtmäßig erworbenem Eigentum verloren haben. Viele der immer wieder kolportierten russischen Oligarchen konnten ihr Geld übrigens hingegen retten. Damit nicht genug, wird nun durch die jüngste Einigung in Euroland auf die sogenannte „Haftungskaskade“ dieses Vorgehen ganz frech für alle Eurostaaten ausgerollt. Das Geld auf jeglichen Konten kann somit jetzt enteignet werden. Es gibt zwar noch die eine oder andere Beruhigungspille wie die willkürlich festgelegte Einlagensicherungsgrenze von momentan 100.000 Euro, aber das ändert nichts an dem Wechsel des Paradigmas.

Die scheinheilige Begründung, dass der Kontobesitzer ja eine Art „Investor“ sei und somit das Risiko seiner Bank tragen müsste, ist eine Frechheit ohnegleichen. Die Banken selbst können nicht den Zustand einer anderen Bank wirklich einschätzen, weshalb sie sich gegenseitig kaum noch Geld geben. Der Interbankenhandel ist ziemlich zusammengebrochen. Oma Erna soll es aber können. Wenn es soweit ist, wird auch nicht nur eine Bank fallen, sondern mehrere oder viele gleichzeitig und dann ist völlig unbestimmt, wer sein Geld verliert und wer nicht. Der Einzelne kann hier gar nichts machen. Auch die 100.000 Euro Grenze wird bei dem Crash mehrerer Banken schnell zur Farce.

Der Schutz dagegen ist nur Bargeld, wobei hier durch Dr. Schäuble auch bereits angeklungen ist, dass bei einer Währungsreform dieses Geld dann auch weg ist. Außerdem wird alles dafür getan, dass Bargeld immer schwieriger in größeren Mengen zu bekommen ist. Man ist dann auch sehr schnell „verdächtig“.

Der letzte mögliche Schutz gegen diese Enteignung sind Sachwerte, die der Staat nicht kennt. Wie bereits schon häufig geschrieben (u.a. in meinem kostenlosen Report darüber, wie Sie sich vorbereiten sollten) ist für den normalen Bürger Gold und Silber das einzige und beste Mittel, sich dieser Enteignung zu entziehen.

Das wird bei dem zweiten Paradigmenwechsel schon deutlich schwieriger. Hier müsste man auf die fast gesamte moderne Technik wie Computer und Handys verzichten, um der Überwachung zu entgehen. Teilweise wird es sogar total unmöglich durch verpflichtende Einrichtungen wie Smartmeter als Ersatz für den Stromzähler oder die Kameraüberwachung. Nicht zuletzt werden Ihre Fingerabdrücke immer mehr verpflichtend abgenommen.

Hier passiert das alles schon länger, neu ist in 2013 die Dreistigkeit, in der öffentlich Kritik daran abgebügelt wird. Ihre Rechte in diesem Bereich existieren schlicht und ergreifend nicht mehr und Sie sollen das gefälligst akzeptieren. Die Politiker sagen Ihnen frech ins Gesicht, dass diese umfassende Überwachung ohne jeglichen Verdacht nötig sei und basta. In den USA hat man nicht etwa kleinlaut versucht, zumindest den Anschein wieder herzustellen, dass man ein Rechtsstaat sei und jetzt etwas verändert würde, nein, man gibt sich völlig uninteressiert.
Hier in Deutschland gab es die größte Aufregung, als klar wurde, dass auch Merkels Handy abgehört wurde. Ansonsten wurde die Abhöraffäre einfach „für beendet erklärt“ und die neue GroKo geht unmittelbar daran, die inländische Überwachung zusammen mit der Vorratsdatenspeicherung wieder auszubauen bzw. erneut einzuführen. Es geht hierbei um das unsägliche „Supergrundrecht auf Sicherheit“.

An die bösen Terroristen, die immer wieder vorgeschoben werden, glaubt hoffentlich sowieso keiner mehr. Es wird den Bürgern aber in beiden Fällen ganz klar gesagt:
  • Dein Eigentum kann jederzeit eingezogen werden, unabhängig davon, ob Du etwas falsch gemacht hast oder nicht!
  • Du wirst überwacht und hast keine Chance, Dich und Deine Meinung zu verstecken.
Zwei Grundpfeiler eines Rechtsstaates werden dadurch öffentlich abgebrochen. Wie bereits geschrieben geht es nicht darum, ob es nicht schon länger diesen Rechtsstaat nicht mehr gegeben hatte und er nur noch auf dem Papier existierte. Jetzt existiert er in diesen Bereichen nicht einmal mehr auf dem Papier und es wird ganz öffentlich auch von den Verantwortlichen so gesagt.

Damit werden wir dieser Freiheiten ganz offiziell nun beraubt zusätzlich zu anderen, die uns heimlich schon weggenommen wurden, wie ich in dem eBook „Das Ende der Freiheit“ ausführlich beschrieben habe. Deshalb ist davon auszugehen, dass auch die dort genannten weiteren Einschränkungen demnächst ganz rotzfrech uns öffentlich präsentiert werden dürften.

Gründe werden dann immer irgendwelche vermeintliche oder tatsächlich passierende Crashs im Finanzsystem und Terroranschläge sein.

In Anlehnung an einen alten Werbespruch:

„Der Tag geht, die Diktatur kommt“

und die meisten Menschen schlafen einfach weiter...

Das sind aber die zwei ganz großen Paradigmenwechsel in 2013, die uns alle zu denken geben sollten, was wohl in naher Zukunft geplant sein wird?

Unser neue „Superminister“ Gabriel hat ja auch gestern ein wenig prophetisch gesagt, dass man in der neuen Regierung wohl auch dann mit „unvorhergesehenen Ereignissen“ umgehen müssen wird.

Was das wohl sein mag ?

Er dürfte hier etwas wissen...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen