Dienstag, 2. Februar 2010

Bricht der Euro ?

In den letzten Tagen spitzt sich die Unruhe in der europäischen Währungsunion stark zu. Ein deutliches Indiz dafür ist die Anzahl und Häufigkeit der Artikel in den etablierten Medien zu diesem Thema. Die Tatsache, dass sogar die europäische Zentralbank warnt, ist als ein ganz schlechtes Zeichen zu werten, denn ohne Not reden die doch nicht ihre eigene Währung schlecht. Die möchten eher auf etwas vorbereiten...

Es wird momentan auch gemunkelt, dass USA und Großbritannien bei der Diskussion um den Euro ihre Hand im Spiel haben, um Dollar und Pfund zu stärken. Das ist sicher durchaus im Bereich des Möglichen, hat die eigentlichen Probleme aber letztendlich nicht verursacht.

Als Ursache wird momentan Griechenland in den Vordergrund geschoben; Griechenland ist aber nur der Auslöser, nicht die Ursache. Die Griechen hatten nur das Pech, dass es bei ihnen zuerst aufgefallen ist...

Der Euro hatte von Beginn an eine Sollbruchstelle, die jetzt deutlich sichtbar wird. Es hat in der Geschichte noch nie ein dauerhaft erfolgreiches Modell gegeben, bei dem über einen längeren Zeitraum eine gemeinsame Währung über sehr unterschiedlich starke nationalstaatliche Wirtschaftsräume gelegt worden ist. In der Vergangenheit wurde das meistens auch nicht durch eine völlig neue Währung, sondern durch eine feste Kopplung zweier Währungen vollzogen. Das Ergebnis - nämlich ein Scheitern - war immer dasselbe. Das Geld und die Investitionen fliessen mittelfristig immer in den Wirschaftlich starken Bereich. Letztes Beispiel hierfür war Argentinien.

In Europa hat durch milliardenschwere Ausgleichszahlungen das Ganze mit der Währungsunion eine zeitlang funktioniert. Das konnte aber nur solange gutgehen, wie die wirtschaftlich starken Staaten sehr gut verdient haben und auf der anderen Seite immer neue Blasen gebildet werden konnten. Diese Party ist nun aber definitv bis auf weiteres vorbei, auch wenn das viele in Politik, Wirtschaft und Medien noch immer nicht wahrhaben wollen. Es ist nicht mehr möglich, dass Deutschland und ein paar andere Staaten für den Rest bezahlen. Auch Deutschland hat kein Geld übrig und politisch durchsetzbar ist dieses sowieso nicht mehr.

Wenn wir zunächst einmal nur auf den Euro schauen, hatten auch eine Reihe von Leuten bei der Einführung die Probleme, die er jetzt bekommt, vorhergesagt. Sie wurden nur leider damals von den Medien gemieden, wie die Medien fast immer nicht das wichtige und richtige berichten, sondern das, was politisch gerade opportun ist.

Was nun in naher Zukunft passieren wird, hängt davon ab, was getan wird. Das Problem lässt sich leider nicht aussitzen, wie es Politiker ja immer wieder gerne versuchen. Ein schöne Beschreibung der Alternativen ist unter diesem Link nachzulesen. Wenn es nur um Griechenland ginge, wäre das Problem sicher irgendwie lösbar. Leider sieht es bei Spanien, Portugal und Irland nicht viel besser aus - es wurde nur noch nicht so publik. Spätestens Spanien ist aufgrund seiner Größe aber nicht mehr finanziell rettbar.

Eine Möglichkeit ist es, Länder aus dem Euro herauszunehmen, damit diese ihre Währung wieder abwerten und somit wie in alten Zeiten Schulden entwerten und ihre Produkte konkurrenzfähiger verkaufen können. Leider gibt man damit das Scheitern der Währungsunion zu. Eventuell beläßt man die wirtschaftlich starken Staaten in einem "Kerneuro" und rettet den Euro damit zumindest noch ein wenig.

Die wahrscheinlichste Variante ist natürlich die (Hyper)inflation, denn damit ziehe ich die Dinge am meisten in die Länge und bisher ging es ja immer nur darum, Zeit zu gewinnen. Außerdem kann den Menschen damit am einfachsten vorgegaukelt werden, dass nun Dinge passieren, für die ja "keiner etwas konnte".

Es gibt mittlerweile eine Reihe von ernsthaften Hinweisen, dass in vielen Ländern Notwährungen vorbereitet und gedruckt werden. Das gilt aber weltweit und nicht nur für den Euroraum. Der Euro hat nämlich eigentlich dasselbe Problem, wie alle Währungen aktuell: Sie sind durch nichts werthaltiges mehr gedeckt ! Die meisten Währungen sind durch Dollars abgesichert. Während früher eine Banknote eine Garantie darstellte, eine bestimmte Menge Gold oder Silber dafür zu erhalten (daher auch der Name "Pfund Sterling" - man erhielt für eine entsprechende Banknote 1 Pfund Sterling Silber), ist heute allein das Versprechen des ausgebenden Staates maßgeblich für den Wert des Geldes.

Nach den Banken-Bailouts in Europa, USA oder UK wird aber immer klarer, dass es unmöglich sein wird, allen Geldbesitzern etwas adequates für ihr Geld zu liefern, wenn sie es fordern. Deshalb wird der Geldschein zu dem reinen Materialwert zurückkehren - nämlich Null ! Der Euro wird momentan noch primär von Deutschland getragen, denn Deutschland produziert Waren, die benötigt und gemocht werden. Ein Mercedes S-Klasse oder eine Papierfabrik kann man mit Euros hier beispielsweise kaufen. Aber auch hier wird langsam klar, dass die Produktion werthaltiger Güter nicht mehr die Menge an Geld decken kann, die in Umlauf kommt.
Deshalb wird auch die Einführung einer neuen D-Mark nur zeitweise Linderung bieten, sofern sie nicht durch entsprechende Edelmetallreserven gedeckt ist.

Ich prognostiziere an dieser Stelle einmal, dass wir in den nächsten 2-3 Jahren eine Reihe von neuen Währungen sehen werden (ev. sogar schon 2010, aber zeitliche Prognosen sind immer etwas problematisch). Es sieht so aus, als dass ein neuer Dollar in Planung ist; über den Euro habe ich oben schon geschrieben. Im Rahmen dieser Währungsreformen wird dann natürlich nicht 1 : 1 getauscht werden, sondern in anderen Verhältnissen. Ein Großteil Ihrer Ersparnisse wird mit Sicherheit dran glauben müssen. Immer mehr Menschen verstehen das auch schon und versuchen ihr "Papier" loszuwerden. Viele versuchen es mit Immobilien, wobei hier die absolut realistische Gefahr von Zwangsanleihen und ähnlichem besteht. Das hatten wir alles schon in der Vergangenheit.

Die einzige Variante, die seit 5000 Jahren funktioniert hat, ist der Besitz von Edelmetallen. Wenn Ihnen Ihr Großvater eine Unze Gold geschenkt hat, dann konnte er um 1900 einen guten Anzug davon kaufen. Heute kostet eine Unze Gold ca. € 800,-, wovon man durchaus einen guten Anzug bekommt. Dazwischen lagen in Deutschland 2 Weltkriege und 2 Währungsreformen. Es gibt fast keine anderes Gut, was über diese Zeit diesen Werterhalt hatte.
Bei Bargeld bzw. Kontoguthaben haben Sie zweimal praktisch Totalverlust erlitten (wird auch dieses Mal wieder so sein). Aktien und Anleihen kann funktionieren, Sie müssen nur vorher genau wissen, welche Firmen und Länder überleben...
Immobilien hat funktioniert, sofern sie nicht gerade unter einer fallenden Bombe standen oder sich auf einmal in einem anderen Land bzw. Machtblock (Ostblock) befanden. Dann gab es natürlich noch die Zwangsanleihe...

Sie werden vielleicht anmerken, dass Goldbesitz ja zeitweise (z.B. im 3. Reich) verboten war - aber wo kein Kläger...
Gold und Silber hat den Vorteil relativ leicht transporttabel und vor allem anonym zu sein.
Sie sollten natürlich davon absehen, das Gold bei Ihrer Hausbank zu kaufen. Sie müssen aber überhaupt nicht in die Illegalität abtauchen, denn bis zu bestimmen Summen können Sie Gold und Silber jederzeit bei Edelmetallhändlern anonym erwerben.

Edelmetalle werden auch keine 100% Sicherheit geben - die erhalten sie leider nirgends. Wer aber glaubt, durch Ingnoranz und Hoffen auf Politiker und Banker seine mühsam erworbenen Spargroschen durch die Krise zu bringen, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.

Gold "bringt zwar keine Zinsen", aber als einigermaßen geschickter Investor kann man hier mit relativ geringem Einsatz sogar reich werden. Es gab Zeiten, da erhielt man in Deutschland ganze Häuserblocks oder Firmen für ein paar Unzen Gold.
Wenn Sie jetzt am überlegen sind, sollten Sie aber nicht mehr lange warten. Die nächste Stufe der Krise steht unmittelbar vor der Tür und danach werden Sie kein Gold und Silber mehr bekommen. Umfangreiche Informationen zu dem Thema finden Sie natürlich unter hartgeld.com .

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