Dienstag, 15. Mai 2012

Hilfe, der Goldpreis sinkt !


Wer in den letzten Tagen und Wochen den Goldpreis beobachtet hat, wird feststellen, dass er nun schon länger auf einem gewissen Abwärtstrend ist. Prozentual gesehen ist das insbesondere in Euro zwar lächerlich - so etwas müssen Aktienbesitzer locker an einem Tag hinnehmen - aber für den seit Jahren einen stetigen Aufwärtstrend gewohnten Edelmetallbesitzer ist das schon eine ungewöhnliche Situation. Es kommen nun auch schon wieder diejenigen, die ängstlich fragen, was sie denn nun machen sollen. Natürlich gibt es auch die Spötter, die an keine Krise glauben wollen und nun seit mehr als zehn Jahren endlich einmal nicht mehr neidvoll den Mund halten müssen.

Warum passiert das und war Gold tatsächlich in einer Blase, die nun platzt ?

Auch wenn das einige "Experten" seit ca. 10 Jahren immer wieder neu behaupten und nun das erste Mal sie zumindest nicht mit einem starken Anstieg gleich wieder Lügen gestraft worden sind, sehen wir hier mit Sicherheit keine grundsätzliche Trendumkehr. Im Gegenteil, wenn die Marktgesetze momentan noch gelten würden, müsste der Preis sich schon in ganz anderen Regionen befinden. Es ist eine Tatsache, dass der Preis momentan massiv manipuliert wird. Die Möglichkeiten dazu sind noch durch Leerverkäufe und Papiergold gegeben, wie mir auch von einem führenden deutschen Edelmetalleexperten bestätigt wurde. Ein Interview mit ihm werde ich in Kürze auf meiner Seite www.krisenrat.info veröffentlichen.

Der Goldpreis ist ein sehr guter Krisenindikator, deshalb wird versucht, ihn so weit wie möglich untern zu halten. Es ist aber auch tatsächlich so, dass momentan die Edelmetallhändler in Europa eine Flaute erleben. Wie auch in dem Interview herauskam, sind die Masse der hiesigen Edelmetallbesitzer leider keine Investoren, sondern Panikkäufer, die extrem auf das reagieren, was in der Presse steht. Solange es in der Presse keine Krise gibt, kaufen diese auch kein Gold oder Silber.
Gerade hier in Deutschland tut man ja so, als wäre die Krise vorbei...
In ein paar Wochen sprechen wir uns wieder !

Aber gehen wir tatsächlich einmal einen Moment davon aus, dass Gold und Silber nun am Zenit ihrer Kurse angekommen wären. Wir müssten dann auch als ein schlauer Investor dort herausgehen, wenn wir zu dieser Überzeugung gekommen wären. Dann stellt sich aber die spannende Frage; was mache ich mit dem Geld ? Welche Alternativen habe ich denn ?

Bargeld bzw. Sparkonten, Festgeld, etc.
Der Euro steht kurz von dem Exitus, der Dollar wackelt beträchtlich und alle anderen Währungen hängen an letzterem. Wer tatsächlich jetzt mit großen Summen in Cash geht, der kann sein Geld auch gleich verjuxen oder wohltätigen Zwecken zukommen lassen. Bei letzterem hätte er wenigstens noch etwas Sinnvolles getan. Dass das Vermögen danach weg ist, dürfte als gesichert angenommen werden. Schon die aktuelle tatsächliche Entwertung des Euro sollte eigentlich jeden vernünftigen Menschen dazu veranlassen, sofort zu handeln, wenn er noch größere Summen verfügbar hat.

Aktien
Alle Wirtschaftsindikatoren gehen momentan massiv nach unten. Auch die Börse ist manipuliert, aber sehr bald wird sie diesen Trend ebenfalls deutlichst anzeigen. Viele Unternehmen wird es von der Bildfläche fegen. Natürlich wird es auch Firmen geben, die gut durch die Krise gelangen. Sie müssen aber hellseherische Fähigkeiten haben, um zu wissen, welche das sein werden. Außerdem werden auch die Aktien dieser Unternehmen in einem allgemeinen Crash der Indices massiv verlieren. Dagegen werden die aktuellen Verluste bei Gold wie die berühmten Peanuts aussehen. Immerhin haben Sie bei dieser Variante aber noch die Chance, dass ihr Geld nicht völlig verschwunden ist.

Anleihen
Für Firmenanleihen gilt ähnliches wie für die Aktien. Dass Staatsanleihen nicht mehr sicher sind, sollte mittlerweile auch der letzte schon gemerkt haben, zumindest bei denjenigen Staaten, bei denen die Zinsen noch so hoch sind, dass sie noch ansatzweise die reale Inflation auffangen könnten. Bei den "sicheren" Anleihen wie beispielweise den deutschen verlieren Sie momentan durch die Inflation massiv Geld. Die Sicherheit dieser Anleihen wird aber auch sehr bald zu Staub zerfallen.

Immobilien
Das ist ja augenblicklich der große Trend in Deutschland, dabei reicht ein kurzer Blick auf fast alle anderen Länder in Europa oder in die USA, um zu sehen, dass wir hier nur zeitlich ein wenig hinterher hinken. Die Blase ist hier noch nicht so groß, aber das Platzen ist nur eine Frage der Zeit. Spätestens, wenn die Kredite für Immobilien nicht mehr verfügbar sind, bricht die Nachfrage schlagartig zusammen und damit auch die Preise.

Wer natürlich davon ausgeht, dass die Krise vorbei ist und wir nun wieder dauerhaftes Wachstum bis zum Sankt-Nimmerleinstag erhalten werden, der wird natürlich alles vorher genannte abstreiten. Das geht natürlich nur, wenn man zu 100% den Medien glaubt und ansonsten die Augen ganz fest vor dem heranziehenden Sturm verschliesst. Ansonsten wird man feststellen, dass es augenblicklich einfach keine sinnvollen Alternativen für Edelmetalle gibt. Zumindest für den Kleinanleger, der nicht in Agrarland, Kupfer. etc. gehen kann.

Es gibt keine absolute Garantie dafür, dass Gold und Silber demnächst wieder steigen, aber die mit Abstand höchste Wahrscheinlichkeit von allen Asset-Klassen spricht dafür. Das wird zumindest solange dauern, bis dieses System heruntergekommen ist und ein neues System gestartet wurde. Die Chance, dass Gold dann wieder eine entscheidende Rolle zur Deckung neuer Geldsysteme spielen wird, ist extrem hoch. Bisher war in der Vergangenheit immer Gold die Basis gewesen.
Solange insbesondere die Papiergold-Spielchen noch funktionieren (dito für Silber), können Preise noch gedrückt werden. Eventuell dauert dieses Game auch noch ein Jahr oder länger, aber irgendwann werden alle Papiergoldbesitzer auf die Auslieferung des physikalischen Goldes bestehen und dann steht der Kaiser nackt da. 98% des aktuellen Goldhandels erfolgen mit Papier, nur 2% werden physikalisch abgewickelt.

Also können sich alle Edelmetallbesitzer gemütlich zurücklehnen und abwarten. Im sehr unwahrscheinlichen Worst-Case verlieren Sie ein wenig Geld (auf 10% des aktuellen Wertes wird Gold sicher nicht fallen), behalten aber auf jeden Fall ihr Vermögen. Bei fast allen Alternativen droht der Totalverlust. Wenn man sich die aktuelle Entwicklung der Krise anschaut, dürften wir bald auch in den Medien wieder davon hören...

Auf meiner Webseite www.krisenrat.info wird voraussichtlich noch diese Woche ein ausführliches Interview mit einem der führenden Edelmetallexperten in Deutschland von mir veröffentlicht, das einige interessante Einblick in den Edelmetallmarkt geben wird.

In der Zwischenzeit möchte ich Ihnen empfehlen, meinen kostenlosen Report zum Thema "Eurokrise - Was Sie jetzt unbedingt tun müssen" zu lesen. Sie erhalten ihn, wenn Sie sich auf meiner Webseite www.krisenrat.info völlig unverbindlich bei meinem Newsletter anmelden.

Am Rande möchte ich von meinem heutigen Besuch in Frankfurt berichten. Dort wird ja ab morgen die "Blockupy"Aktion starten, was man schon deutlich an den Vorbereitungen der Sicherheitskräfte erkennen kann. Mir ist nicht ganz klar, was hier von Politik und Banken erwartet wird, aber es werden Banken mit drei Meter hohen Stahlzäunen abgeriegelt, es stehen schon an einigen Stellen Wasserwerfer bereit, die Deutsche Bank wird morgen ihre Händler an eine Ausweichlokation schicken, usw. . Bisher ist diese Bewegung in Deutschland ja extrem friedfertig gewesen. Wir werden ja sehen, was dabei herauskommt, aber ich werde den Verdacht nicht los, dass man von der staatlichen Seite hier etwas größeres plant. Eingeschleuste Agent Provocateurs wären ja nichts neues - auch nicht in Deutschland. Sollte das ganze eher beschaulich werden, zeigt das aktuelle Vorgehen aber trotzdem deutlich, wer im Zweifelsfall in Deutschland mit Vorrang geschützt wird. Auch in anderen Ländern wird sehr massiv gegen diese Bewegung vorgegangen. Man fragt sich dann schon, wer wirklich mittlerweile die Macht im Staat hat - bzw. eigentlich fragt man es sich nicht mehr, es zeigt sich sehr deutlich.

Jedem der glaubt, auch seine Ersparnisse würden im Zweifelsfall vom Staat gegenüber Banken geschützt, sollte sich an den nächsten drei Tagen die Vorgänge in Frankfurt sehr genau anschauen.

Kommentare:

  1. wer jetzt zittert, wird sich eines Tages sehr sehr ärgernn!!!!!!!!!

    http://www.biallo.at/artikel/Geldanlage/edelmetall-der-goldpreis-muesste-auf-mehr-als-7000-euro-steigen.php

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  2. Teil1

    Ich hab mir Anfang Feb. ein Muster-Aktiondepot bei einer Bank angelegt, um ein wenig zu spielen, mit wie es mir schien, besonders aussichtsreichen Aktien. Investitionskapital waren 50.000,-- Euro und jetzt bin ich bei einem Verlust von 6,8 % also absolut -3.600,-- Euro.

    Im Endeffekt sind wir gerade in einer schwierigen Zeit, wo es darum geht einen sicheren Hafen für unser angehäuftes Kapital zu finden. Bisher schienen Gold und Silber dieser Rolle besonders gut gerecht zu werden und wir haben erlebt, wie die Probleme der verschiedenen Staaten zu einem regelrechten Anstieg des Goldpreises geführt haben. Jede neu auftretende Unsicherheit bescherte dem Goldpreis ein neues Kurshoch und je höher der Goldpreis, desto mehr Menschen wurden sich der ablaufenden Proble bewusst vielleicht zuerst widerwillig ... aber dann doch, und wollten auch einen Teil ihres Barvermögens in Gold eintauschen usw.

    Damit stellt ein steigender EM-Preis aber ein Problem für die Stabilität einzelner Währungen, ja sogar des gesamten Geldsystems dar, welches gerade dabei ist zunehmend an Vertrauen zu verlieren. Die logische Folge von Geldmengenwachstum ist eine Entwertung der Geldvermögen und folglich muss dieses Kapital dazu bestrebt sein nach Anlageformen zu suchen, die ihm einen Werterhalt garantieren ... und nach Adam Riese sind Gold und Silber hier die eigentlichen Musterkandidaten.

    Überlässt man diese natürlichen Marktkräfte sich selbst, dann manövriert sich das Geldsystem in relativ rascher Zeit selbst ins Aus. Will man das System aber weiter aufrecht erhalten, muss der Schein gewahrt bleiben, dass es keinen sicheren Hafen gibt. Das heisst, man drückt ein bisschen auf Gold bis an jenen Punkt, wo die kurzfristigen (Papier)Anleger (oft als Klickaffen bezeichnet) Angst bekommen und aussteigen ... und somit kommt ein Stein ins Rollen ... dem sich schließlich Besitzer physischen Goldes anschließen. Die Message könnte sein: "Bleibt im Papiergeld" oder: "Kauft dir lieber Anleihen, denn die sind sicher!"

    -es folgt Teil2-

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  3. Teil2

    Es ist klar, dass die maßlose Überschuldung des Spekulationskapitalismus (Banken) und Staaten (oft treiben sie ein gemeinsames Spiel bzw. kontrollieren mittlerweile die Banken eher die Politiker als umgekehrt) irgendwann zu einem Ende kommen muss, und weil die Politiker nicht bereit sein werden auf der Einnahmensseite neue Steuern einzuführen bzw. der Ausgabenseite massiv zu kürzen und gleichzeitig dafür ihren Kopf hinzuhalten, wird man viel lieber dazu tendieren, alles einer "höheren Gewalt" zuschreiben, also einer höheren Inflationsrate, die niemand wirklich so wollte ... die letztlich aber zum Wohle der Gemeinschaft unabwendbar war. So können die Schulden relativ "problemlos" weginflationiert werden ... aber leider auch die Sparvermögen. Und diese Prozesse sind bereits im Gange. Man braucht nur die Realverzinsung (Einlagezinsen minus Inflation) betrachten, die bereits negativ ausfällt. Und nachdem die Finanzprobleme gegenwärtiger denn je und alles andere als bereinigt sind, darf man erwarten, dass sich diese Tendenz fortsetzen wird ... mit dem einen oder anderen Zusatz. Früher oder später kommen wir aber an einer Neuordnung des Systems und der Wohlstands-Verteilung nicht herum.

    In dieser Phase muss ein Staat eigentlich ein langfristiges Interesse daran haben, dass seine Bürger Gold und Edelmetalle kaufen. Denn dieses echte Kapital wird für den Aufbau danach benötigt und sorgt für in dieser Aufbauphase für Wohlstand. Deswegen erleichtert der Staat den Zugang zu Gold, indem er es seinen Kauf mehrwertsteuer-frei gestaltet. Ein Staat braucht solche Investoren als letzten Rückhalt und mögliche Kapitalgeber zukünftiger Phasen. Andererseits will der Staat aber auch nicht, dass sich alle Bürger aus dem laufenden Geldsystem verabsschieden ... weil damit das ganze Kartenhaus noch schneller zusammen bricht. Alles ist ein gewisses Dilemma des Staates und der Politiker, die in erster Linie, nach ihrer kurzfristigen Denkensart, die eine Regierungsperiode nicht übersteigt, versuchen werden vorerst das alte System, ihre Macht und ihren eigenen Wohlstand abzusichern. Und der Goldpreis ist hier wie der Pegelstand eines ansteigenden Flusses anzusehen, an dessen Ufer wir unsere schönen Villen gebaut haben.

    -Ende-

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