Mittwoch, 12. Juni 2013

Feind hört mit...

Eine weitere „Verschwörungstheorie“ gibt es nicht mehr. Nicht dass sie widerlegt worden wäre, nein sie wurde wie immer mehr andere ebenfalls bestätigt. Die NSA liest weltweit alles und bei jedem mit, der einen Computer oder Computer-ähnliches Device wie Smartphones benutzt. Für aufgeklärte Menschen ist das zwar ein alter Hut, da entsprechende Berichte schon vor vielen Jahren an der einen oder anderen Stelle erschienen. Nun gibt es aber den „Wistleblower“ Edward Snowden, der über Einzelheiten des Projekts PRISM der NSA geplaudert hat. Vor ihm ziehe ich meinen Hut, denn er hat einen sehr wichtigen Beitrag geliefert, dem System die Maske vom Gesicht zu reißen. Es wird ihm viele persönliche Opfer abverlangen.

Besonders geschockt von dieser Nachricht sind natürlich viele Amerikaner, da die meisten davon ausgegangen sind, dass die NSA ja nur im Ausland tätig wäre. Nun stellen sie mit Entsetzen fest, dass auch bei ihnen alles mitgeschnitten wird und sie kaufen nun wie wild das Buch 1984 von George Orwell.

Die großen IT-Firmen und auch Obama wirken reichlich hilflos bei der Schadensbegrenzung. Es freut mich natürlich, dass wieder ein Stückchen Wahrheit mehr ans Licht kommt, wundere mich aber auch immer wieder über die Naivität vieler Menschen. Alle großen amerikanischen IT- und Internet-Firmen haben Schnittstellen zur NSA eingebaut, mögen sie nun Apple, Microsoft, Google oder Facebook heißen. 
Die Techniken im Bereich Big Data, Data-Mining sowie automatischer Erkennung von Bild- und Toninhalten sind bereits in für jedermann erhältlichen Produkten weit fortgeschritten. Die NSA und andere Geheimdienste dürften Möglichkeiten haben, die noch weit darüber hinausgehen.
Es macht wenig Sinn, nur Apple- oder Microsoft-Produkte als „Spyphone“ zu beschimpfen, denn alle Produkte ab einer gewissen Marktdurchdringung dürften als nicht sicher einzustufen sein. Das verbreitete Smartphone-Betriebssystem Android kommt ja auch von Google.
Ich bin einmal gespannt, wann der nächste Wistleblower enthüllt, dass sich bei jedem Computer und bei jedem Handy Mikrofon und Kamera jederzeit unbemerkt vom Nutzer einschalten lassen. Augenblicklich ist das auch noch eine „Verschwörungstheorie“, dass es entsprechende Schnittstellen für Geheimdienste in jedem Gerät gibt. Dabei gibt es sogar schon Software, mit dem das jeder machen kann, wenn er sie auf einem fremden Handy installieren kann. Das ist natürlich zu recht verboten, zeigt aber, dass es selbstverständlich technisch überhaupt kein Problem darstellt. Die Geheimdienste werden die Möglichkeit nicht ungenutzt gelassen haben. Nur die Polizei dürfte tatsächlich in vielen Ländern diese Möglichkeiten aus gesetzlichen Gründen nicht besitzen. Leider verschwimmen auch in westlichen Ländern die Grenzen zwischen Polizei, Militär und Geheimdiensten immer mehr. Letztere unterliegen aber keiner wirklichen demokratischen Kontrolle.

Kann man sich schützen ?

Ja, aber es ist sehr schwierig. Mit einem selbst compilierten Linux auf dem Rechner und einer Private-/Shared-Key Infrastruktur mit einem sehr starken Schlüssel für Datenübertragung kann man es der NSA zumindest schwer machen. Allerdings waren früher zu starke Schlüssel verboten und das wurde aufgehoben. Deshalb ist davon auszugehen, dass die NSA heute Möglichkeiten hat, fast jede Verschlüsselung zu knacken, wenn sie das möchte. Man kann Anonymisierungsdienste im Internet nutzen, aber es ist schwierig nachzuvollziehen, ob diese Dienste nicht auch gezwungen wurden, der NSA entsprechende Informationen zu geben.

Sollten wir nun besser gar keine Computer und Handys mehr nutzen ?

Wenn Sie sicher sein möchten, dass niemand mithört oder -liest, dann ja.

Es stellt sich allerdings die Frage, ob das nicht genau dieses das Ziel gewisser Kreise ist ?
Warum wurde eigentlich jetzt dieses Thema in der Presse so groß aufgebracht ?

Die Presse und die Massenmedien sind zum allergrößten Teil fest unter Kontrolle, deshalb kam diese Enthüllung sicher nicht zufällig genau jetzt mit einer solchen Macht an die Öffentlichkeit. Ich habe wie gesagt höchsten Respekt vor Edward Snowden, aber wenn es nicht hätte publik werden sollen, wären seine Enthüllungen bestenfalls in ein paar Blogs und auf ein paar „obskuren“ Internetseiten aufgetaucht. Die Massenmedien hätten es einfach verschwiegen, wie so viele andere Dinge auch.

Warum kam es jetzt also mit einer so großen Medienresonanz nach oben?

Zum einen gibt es Hinweise darauf, dass verschiedene Fraktionen der Elite augenblicklich unterschiedlicher Meinung sind, wie der Weg zu der neuen Weltordnung aussehen soll und sich gegenseitig Hiebe versetzen. Diese Enthüllung dürfte ein derartiger Hieb sein.
Glauben Sie eigentlich an einen Zufall, dass die Enthüllung zeitgleich mit der Bilderbergerkonferenz passiert ist ?

"Never ever ! - Niemals !"

"In der Politik geschieht nichts zufällig" sagte schon F.D. Roosevelt und auch hier ist die zeitliche Koinzidenz eine Botschaft. Die spannende Frage ist nur von wem an wen und warum? Ich muss hier noch ein wenig recherchieren, habe aber schon eine Vorstellung dazu. Mehr zu den genauen Hintergründen berichte ich dann in meinem kommenden kostenlosen Newsletter, der nächste Woche erscheint. Auf jeden Fall zeigt aber dieser zeitliche Bezug, dass die Enthüllung von Edward Snowden noch andere Hintergründe haben muss, als nur die Geschichte, dass ein mutiger Mann jetzt "urplötzlich" auspackt und die "investigativen Medien" das begeistert aufgreifen.

Auf der anderen Seite wird das System sehr bald seine Maske fallen lassen. Insbesondere in den USA sind ja bereits alle Vorbereitungen für ein repressives diktatorisches System getroffen, wie ich u.a. in dem eBook „2013-2015 – Jahre der Veränderung“ ausführlich nachgewiesen habe. Diese Enthüllung soll natürlich auch Verunsicherung und Angst erzeugen. Das System wird sehr bald seine hässliche Fratze immer deutlicher zeigen. Die Botschaft dieser Enthüllung ist deshalb auch sehr klar:

„Wenn Du am öffentlichen Leben teilnehmen möchtest, dann wissen wir alles von Dir. Also verbreite besser nicht zu kritische Aussagen im Internet oder sogar Emails, denn es wird bekannt.“

Deshalb ist auch meine Antwort darauf:

„So what? bzw. „Na und?“

Es zeigt sich, dass die Eliten das Internet nicht so unter Kontrolle haben, wie eigentlich gewünscht. Geplant wurde es als das ultimative Überwachungsmedium, das von einigen wenigen großen Firmen kontrolliert wird. Dass es Menschen geben könnte, die ohne finanzielle Gegenleistung ganze Betriebssysteme wie Linux auf die Beine stellen könnten, dass es Blogger und Online-Journalisten gibt, die ohne Gegenleistung hervorragende Recherchen betreiben und viele sehr gute Inhalte produzieren, passt nicht in deren Weltbild, denn dieses ist sehr materiell eingestellt.

Das Internet ist ihnen schlicht und ergreifend aus dem Ruder gelaufen und sie versuchen es immer wieder durch Maßnahmen wie ACTA, durch den „Kampf um das Urheberrecht“ usw. unter Kontrolle zu bringen. Die Antwort kann darauf nur sein, sich nun gerade nicht einschüchtern zu lassen. Sollen sie doch alles mitlesen. Irgendwann müssen sie dann ihre Maske des Rechtsstaates und der Demokratie fallen lassen. Damit starten sie aber endgültig den Countdown zu ihrer eigenen Niederlage. Wenn zu viele Menschen begreifen, was gespielt wird haben sie verloren, auch wenn es eine Zeit dauern kann, bis es soweit ist.

Je mehr öffentlicher Druck durch die Enthüllungen aufgebaut wird, desto besser. Keinesfalls sollten sich die Menschen nun ängstlich in ihr Schneckenhaus zurückziehen, denn genau das ist gewollt. Natürlich muss man deshalb nicht sein privatestes Leben in Facebook ausbreiten. Missstände im System aus Angst vor Überwachung aber nicht mehr zu bekämpfen oder weiterzuverbreiten ist der falsche Weg. Im Gegenteil, zeigt ihnen, dass es immer mehr werden, die sich eigene Gedanken machen. Die Menschen haben viel mehr Macht, als sie glauben. Mahatma Gandhi hat gezeigt, wozu Menschen fähig sind, wenn sie keine Angst mehr haben. Das ist den Eliten übrigens sehr bewusst.

Eines zeigen die aktuellen Entwicklungen aber sehr deutlich:

Das Endspiel hat nun begonnen! 


1 Kommentar:

  1. Seit März 2013 lebe ich mit einem Schäferhund zusammen. Als sein "Rudelführer" habe ich nur eine Option, ihn vor Verhaltensstörungen zu bewahren: Ich verinnerliche meine Angstfreiheit und dominiere ihn. Das ist "alternativlos"! ;-)

    Bislang war ein angstfreies Leben für mich ein Konstrukt, das sich noch zu bewähren hatte. Jetzt ist diese Haltung bewährt, denn alle Menschen, die mir irgendetwas abverlangen, sind genauso wie ich weder vor der Latrine noch auf der Porzellanschüssel publikumswirksam präsentiert. Und das relativiert ihre Erwartungen an mich und gibt mir Spielraum, Handlungsmöglichkeiten zu erkennen und zu nutzen.

    Hans Kolpak
    Goldige Zeiten

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