Montag, 24. Juni 2013

Walter K. Eichelburg und hartgeld.com

Nachdem Jens Blecker in seinem Blog das Thema aufgegriffen und meiner Meinung nach sehr schön ausgeführt hat, warum Schmähkritik unangebracht ist, möchte ich hier auch einmal ein paar Worte dazu schreiben. Auch ich bekomme immer wieder einmal Mails, dass ich ja gute Sachen schreiben würde, aber mich doch endlich mal von Herrn Eichelburg distanzieren sollte.
Herr Eichelburg hat sicher Ecken und Kanten und ja, die Währungsreform hat es auch noch nicht gegeben. Zunächst zolle ich Herrn Eichelburg aber einmal Respekt für seine Arbeit und die seines Teams, die er seit 2006 leistet. Als er es noch alleine gemacht hat, gab es Updates auf seiner Seite täglich, teilweise im Minutenabstand, von ca. 7:00 Uhr bis abends um 21:00 Uhr, auch am Wochenende! Ich weiß, was das für eine Arbeit ist, da ist kein Urlaub und fast kein Privatleben drin. Dafür haben die Leser eine extrem wertvolle Nachrichtenübersicht, die sie sich ansonsten in stundenlanger Kleinarbeit regelmäßig selbst zusammensuchen müssten, wenn sie den gleichen Informationsstand haben möchten.

Dann wird ihm vorgeworfen, er würde ja „Geld damit verdienen“. Ja, die Werbung bringt Geld, aber man wird sicher nicht reich damit und von irgendetwas muss der Mensch ja auch leben. Da schreien dann manche auf, aber dass ihre Bank- oder Versicherungsberater immense Provisionen mit den verkauften Produkten einfahren, das wird nicht infrage gestellt.

Das möchte ich zunächst die Schmähkritiker bitten, einmal anzuerkennen.

Grundsätzlich ist es schon so, dass man „Experten“ per se nicht vergöttern sollte, denn wir sind alle Menschen und können auch irren. Deshalb fordere ich in meinen ganzen Publikationen die Leser dazu auf, auch nicht ungeprüft auf mich zu hören, sondern sich eine eigene Meinung zu bilden. Das kann man übrigens auch bei Herrn Eichelburg immer wieder einmal lesen. 

Das bedeutet aber „Arbeit“ und Zeitaufwand und viele Menschen finden es halt viel einfacher, eine Meinung zu übernehmen und danach zu handeln. Es ist im Alltag so viel zu tun und viele Menschen haben keine Zeit mehr bzw. wollen keine Zeit dazu haben, sich eine eigene fundierte Meinung zu bilden. Aus dem Bekanntenkreis weiß ich, dass einige sich nicht einmal die Zeit nehmen wollen, meinen kostenlosen Newsletter komplett zu lesen, der alle zwei Wochen erscheint. Schon diese ca. 15 Minuten alle zwei Wochen sind ihnen zu viel. Es liegt aber nicht am Newsletter an sich, denn es gibt auch die übergroße Mehrheit begeisterter Menschen. Das sind aber diejenigen Menschen, welche Zeit dafür investieren, sich eine eigene Meinung zu bilden. Diese sind bereits „aufgewacht“. Wie den ersteren geht es vielen Menschen, sie möchten nicht die Zeit investieren, denn Urlaub, Job, Fußball und vieles mehr ist einfach wichtiger.

Das Zeitproblem ist teilweise von den Eliten so gewollt und gefördert, aber die Menschen müssen auch selbst so agieren, damit es funktioniert. Verdrängung ist hier ein sehr passendes Schlagwort.

Ich bin sicher nicht in allen Dingen der gleichen Meinung wie Herr Eichelburg, aber im Großen und Ganzen schon, denn wenn jemand das aktuelle Zinseszins- und Schuldsystem verstanden hat, dem ist es völlig klar, dass wir in einen unglaublichen Crash hineinlaufen. Dann werden Edelmetalle diejenigen Assets sein, die mit der höchsten Wahrscheinlichkeit das Vermögen retten werden. Es gibt nie Garantien, aber Wahrscheinlichkeiten.

Wie bereits schon häufig geschrieben, sollte Gold und Silber nicht dazu gekauft werden, „Reibach“ zu machen, sondern um sein Vermögen zu retten. Trotzdem hatte man bis zum letzten Jahr eine unglaubliche Performanz über zehn Jahre hinweg, wenn man auf Gold und Silber gesetzt hatte. Da kam fast kein anderes Asset mit. Denjenigen, die jetzt über den – nachweislich manipulierten – Gold- und Silberpreisverfall herumweinen, kann ich nur ganz klar sagen:

Sie haben das System nicht verstanden !

Es wurde schon hier und auf vielen anderen Seiten vielfach erklärt, deshalb mache ich es hier jetzt nicht erneut. Aber es ist eine mathematische Gewissheit, dass es zusammenbrechen wird. Einzig der Zeitpunkt ist schwierig zu bestimmen. Leider wird es umso schlimmer, je länger man es herauszieht.

Es gibt zwei schöne Beispiele, wie derartige negative Schmäh-Mails zustande kommen.
Haben Sie den Film „Die Matrix“ gesehen? Dort befinden sich alle Menschen in einer komplett simulierten Welt, so wie wir sie heute in etwa kennen. In Wirklichkeit wird ihnen diese Welt von Maschinen nur in das Gehirn eingespielt. Einige Helden konnten sich daraus befreien und sehen die Welt, wie sie wirklich ist. Es gibt in diesem Film aber dann „Befreite“, die gerne wieder in die heile Welt der Matrix zurück möchten. Genau das passiert auch bei Menschen, die zeitweise einmal Gold gekauft hatten und jetzt „auf dem Papier“ Verluste eingefahren haben. Sie haben sich nie die Mühe gemacht, das System zu durchschauen und erhalten jetzt vielleicht noch ein paar hämische Kommentare von Familie und Bekannten. Deshalb möchten sie wieder in die Matrix zurück und geben Herrn Eichelburg und anderen die Schuld.

Ein anderes Beispiel ist das kurze Gedächtnis. Noch Anfang/Mitte 2008 wurde man vielfach ausgelacht, wenn man vor einer massiven Banken- und Wirtschaftskrise gewarnt hatte. Ich halte schon seit vielen Jahren Vorträge zu dem Thema Finanz- und Systemkrise. Das Interesse war durchwachsen, aber nach der Lehman-Pleite war „die Hütte auf einmal voll“. Das hielt sich dann noch so bis Ende 2009 und danach „war ja nichts passiert“ und wenn man nicht gerade seinen Job verloren oder Lehman-Zertifikate hatte, war die Welt wieder schön. Griechenland, Spanien, Portugal, Türkei, Brasilien (waren letztere zwei nicht einmal die stark aufstrebenden Staaten, wo demnächst Milch und Honig fließt ?) sind ja weit weg und Schuld an der Misere sind alle jeweils selbst, nicht etwa das System.

Ich höre auch häufig, es gibt so viele „Experten“ und jeder würde etwas anderes sagen. Da wüsste man ja gar nicht, auf wen man hören soll...

Der Trick ist wie oben bereits gesagt: „eine eigene Meinung bilden“. Man benötigt dabei gar keine umfangreichen Detailkenntnisse und zu viel „Fachwissen“ vernebelt häufig eher einen klaren Blick auf die Dinge.

Trotzdem kann man Experten aber auch sehr gut daran einstufen, wie richtig sie früher gelegen haben. Den Crash von Lehman Brothers 2008 konnte man beispielsweise damals im Vorhinein bei hartgeld.com herauslesen. Natürlich stand dort nicht, dass Lehman am Tag X um Y Uhr crasht, aber dass diese in höchster Gefahr sind, umzufallen, war schon Wochen vorher dort zu lesen. Die Besitzer von entsprechenden Zertikaten hätten also rechtzeitig handeln können.

Ich habe schon vor längerer Zeit einmal einen Artikel verfasst, der die „Expertenaussagen“ mit den nachfolgenden Entwicklungen vergleicht. Prof. Hankel, Herr Eichelburg und andere schneiden da sehr gut ab im Gegensatz zu „Wirtschaftsweisen“ oder Politikern.


Ich habe am Anfang dieses Blogbeitrags einmal wieder den „Josephspfennig“ abgebildet. Dieser sagt eigentlich alles aus! Der Zusammenbruch passiert auch regelmäßig alle ca. 70 Jahre erneut auf die eine oder andere Weise (ein großer Krieg ist hier immer sehr willkommen), momentan ist es ein wenig überfällig. Die aktuellen Entwicklungen zeigen aber sehr deutlich, dass man leider überhaupt nichts gelernt und somit gelöst hätte. In einer endlichen Welt kann es einfach kein unbegrenztes Wachstum geben, schon gar nicht eines, das mit einer Exponentialfunktion Schritt halten kann. Schulden sind überall in astronomische Höhen gestiegen. Schulden auf der einen Seite sind aber immer Guthaben auf der anderen.
Ein schönes Beispiel hierfür ist die USA, die mittlerweile über 14 Billionen US-$ Schulden angesammelt hat. Im Fiskaljahr 2010 bedeutete das Zinszahlungen von 413 Milliarden US-$. Diese Summe wurde den Steuerzahlern abverlangt, ohne dass eine Straße gebaut, ein Beamter bezahlt oder eine staatliche Rente geleistet wurde. Wenn man die Zahlen hochrechnet, müsste die USA bereits 2019 900 Milliarden US-$ zahlen, 2080 müsste sie dann 715% ihres Bruttosozialprodukts aufwenden, allein um die Zinsen in diesem Jahr bezahlen zu können. Hieran sieht man schon sehr schön, dass dieses Modell durch den Zinseszinseffekt sehr bald enden wird.

Wir werden es sehen, wie lange es noch dauert, aber Herr Eichelburg und andere werden Recht behalten, vielleicht nicht in jedem Detail, aber im Gesamtszenario. Wenn Sie sich die Mühe machen, etwas Aufwand für Ihre eigene Meinung zu investieren, werden Sie auch zu diesem Ergebnis kommen. Es darf natürlich keine Denkverbote geben. Diese stellen viele Menschen als ihr eigenes Gefängnis auf, um nicht ihr Weltbild revidieren zu müssen.

Der Zeitpunkt der nächsten Ereignisse ist nicht genau zu fixieren, aber aus einigen sehr unterschiedlichen Quellen, die mir zur Verfügung stehen, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch (keine Garantie, die gibt es nicht!), dass bis Ende 2015 die Ereignisse dazu geführt haben, dass kein Mensch mehr an die aktuelle heile Welt glauben wird. Was bis dahin so alles passieren dürfte, habe ich in meinem eBook „2013–2015 – Jahre derVeränderung“ beschrieben. Es gibt auch keinen Grund nun in Angst und Sorgen zu vergehen. Mit der richtigen Vorbereitung wird es zwar auch kein Spaziergang werden, dafür steckt der Karren schon zu stark im Dreck, aber es wird später wieder aufwärtsgehen und deshalb lohnt sich diese Vorbereitung allemal.

Gier wird (nicht nur) in der kommenden Zeit aber ein sehr schlechter Ratgeber sein !

Kommentare:

  1. Es existiert kein Zinseszinsproblem.

    1. Langfristig sinken Zinsen in materiell gesättigten Volkswirtschaften.

    2. In der Realität werden Kredite, Zinsen (die auch aus Krediten entstehen) und Zinseszinsen (die auch aus Krediten entstehen) getilgt und verkleinern die Geldmenge. Jeder Kredit hat Tilgungsfristen und bei Tilgung verschwindet das jeweils damit erzeugte Geld und der Kredit selbst. Beim Josephspfennig gibt es keine Tilgung, da wird einfach Jahr für Jahr eine nicht-getilgte Geld- und Zinsmenge in die Berechnung einbezogen. Das Josephspfennigbeispiel ist schlichtweg falsch. In der realen Welt gibt es keine tilgungsfreien Kredite.

    Das Josephspfennigbeispiel ist "Tilgungsfrei" und entspricht damit nicht der ökonomischen Realität.

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  2. Bei Staaten wird auch nicht getilgt oder in ganz seltenen Ausnahmen...
    Die Schuldenkurve jedes Staates spricht eine eindeutige Sprache. Das System kann nur solange existieren, wie es die Schulden vergrößern kann. Das ist die entscheidende Punkt bei der ganzen Sache.

    Der große Irrtum ist, dass diese staalichen Schulden mit Schulden verglichen werden, die ein Privatmann für ein Haus aufnimmt. Diese werden häufig wieder getilgt. Staatsschulden werden "übergerollt", im besten Fall hat ein Staat einmal eine gewisse Zeit einen ausgeglichenen Haushalt. Tilgungen kommen praktisch nicht vor.
    Wie soll denn die USA aus diesem Kreislauf wieder herauskommen ? Es wird noch alles werthaltige versetzt und geht in die starken Hände über. Dann ist Schluss und zwar deutlich vor 2019. DIe USA ist nur ein Beispiel für fast alle Staaten.
    Der Josephspfennig ist ein plakatives Beispiel dafür.

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  3. Private Schulden haben Tilgungsfristen und werden getilgt.

    Staatsschulden haben auch Tilgungsfristen, werden aber (zu 99%) in gleicher Höhe neu aufgenommen. In Verbindung mit sinkenden Zinsen, derzeit Deutschland fast Null, bzw. sogar leicht negativ, führt das zu einer nicht-wachsenden Staatsschuld (zumindestens nicht wachsend durch Zins oder Zinseszinseffekte).

    Das der deutsche Staat derzeit noch Zinsen zahlt, liegt daran, dass wir immer noch "Altzinsansprüche" aus Hochzinszeiten bedienen müssen, also 8-9% vor 10, 20 oder 30 Jahren. Nur, diese langlaufenden (Alt)Kreditverträge laufen aus, wer dann dem Staat weiterhin Kredit geben will, kriegt halt keine Zinsen mehr.

    Situationen wie die Weimarer Hyperinflation haben mit Geld-Drucken zu tun, nicht mit Zinseszinseffekten. Staat und Reichsbank sind eine Geld-Druck-Symbiose eingegangen. Damit kann man viel schneller und stärker die Geldmenge erhöhen als jeder Zinseszinseffekt. Das diese Kurve grafisch „exponentiell“ aussieht, ändert nichts daran, dass ihre Ursache in der (ungesetzlichen) Verbindung Staat-Zentralbank zu finden ist und nicht im „Zinseszinseffekt“.

    Der Josephspfennig ist ein Märchen, auf das viele (am Anfang) reinfallen. Es hat nichts mit der Realität zu tun. Manche plappern es aber ihr ganzes Leben lang nach und kommen nie von diesem Trip runter.

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  4. Der Josephspfennig ist eine mathematische Gewissheit. Wenn Sie Recht hätten, würden die Schulden nicht weltweit explodieren. das Zentralbanksystem trägt natürlich auch seinen Teil bei, denn darüber passiert ja die Schuldenausweitung. Die aktuelle Niedrigzinsphase ist ein vorübergehender Sonderfall, hilft irgendwann aber auch nicht mehr, siehe Japan oder USA. Ich kommentiere nicht Ihre Aussage am Ende, sie spricht für sich selbst.

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  5. Mit dem letzten Absatz habe ich diejenigen gemeint, die seit Jahrzehnten, trotz teilweise wirtschaftswissenschaftlichem Hintergrund, ja teilweise sogar Professoren, dieses Josephspfennig-Märchen als "Erklärung" benutzen. Dirk Müller durfte das ja vor einer Weile in jeder seiner unzähligen Talkshow-Auftritte verbreiten.

    Mathematisch ist der Josephspfennig vollkommen korrekt, geradezu trivial, ein bisschen Zinseszinsrechnung halt. Nur die Übertragung in die ökonomische Realität ist der Fehlschluss.

    Schon der gleichbleibend feste Zins hat nichts mit dem variablen Zins aus der Realität zu tun. Zinsen müssen erwirtschaftet werden, und in einer materiell gesättigten Volkswirtschaft ist es enorm schwer, auch nur 1% Wachstum zu erwirtschaften, irgendwann schafft man nur noch 0,1%, oder man schrumpft sogar. Kein Wachstum => Keine Zinsen.

    Die Niedrigzinsphase ist kein "Sonderfall", sondern die Zukunft. Wenn jeder ein Auto hat, jeder einen Kühlschrank, drei Fernseher usw., dann haben Sie es schwer noch einen Zins zu erwirtschaften (Zins bedeutet, irgendwer muss einen Kredit in Zinshöhe neu aufnehmen, nur wenn alles materielle bei jedem vorhanden ist, warum als Konsument noch Kredite aufnehmen? Warum als Unternehmen noch Kredite aufnehmen und investieren, die Kunden kaufen doch sowieso nicht, weil Sie schon alles haben).

    Es ist ja nicht so, dass man einfach 10% Zins auf ein Blatt Papier schreibt und "schwupps" ist der Zins da (das suggeriert der Josephspfennig).

    Schulden sind auch nicht per se schlecht, es sind ja auch in gleicher Höhe Guthaben vorhanden. Rückzahlbar sind Schulden also auf jeden Fall.

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  6. "Das Josephspfennigbeispiel ist schlichtweg falsch. In der realen Welt gibt es keine tilgungsfreien Kredite. "

    Wo ist der Josephspfennig ein tilgungsfreies Darlehen?

    Für mich war es bisher eine Anlage und kein Darlehen...

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  7. "es sind ja auch in gleicher Höhe Guthaben vorhanden"

    Nun, das würde ich sicher nicht unterschreiben! Ist der Begriff "Giralgeldschöpfung" bekannt?

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  8. @HeinerT

    Könnten Sie "bisher eine Anlage und kein Darlehen" genauer ausführen? Das Geld zum "Anlegen" muss vorher irgendwie entstanden sein. Wie läuft das denn aus ihrer Sicht ab? Aus meiner Sicht entsteht Geld ausschließlich aus Kredit, ein Kredit erzeugt ein Guthaben-Schulden-Paar, mit dem Guthaben können Sie bei anderen Einkaufen gehen, müssen es bis zum Ablauf der Tilgungsfrist aber wieder realwirtschaftlich hereinarbeiten, also die Guthaben von den anderen "zurückholen". Dann wird getilgt und Geld(guthaben) und Kredit(schuld) verschwinden.

    "Nun, das würde ich sicher nicht unterschreiben!" Es gibt kein Guthaben ohne Schulden. Schon aus buchhalterischen Gründen: Eine (Bank)Bilanz ist, wie jede Bilanz, auf beiden Seiten immer gleich hoch, Guthaben = Schulden.

    @Pit

    "das Zentralbanksystem trägt natürlich auch seinen Teil bei, denn darüber passiert ja die Schuldenausweitung."

    Das Gegenteil ist der Fall, die Zentralbanken würden gern die Geldmenge ausweiten lassen, aber selbst bei Fast-Null-Zinsen will keiner neue Kredite aufnehmen. Aus den oben beschriebenen Gründen folgt daraus eine Deflation, eine schrumpfende Geldmenge. Eine Zentralbank kann eben niemanden zwingen Kredit aufzunehmen, sie kann es nur durch niedrige Zinsen e r m ö g l i c h e n, aber selbst zu 0,5% hat kaum einer Lust auf neue Kredite. Das ist aber das gute Recht von uns Nicht-Banken, auch mal keine Kredite aufzunehmen.

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  9. Also, fundierte Meinungen werden ja hier auch zensiert... sogar freundliche...

    Jedenfalls besuche ich Hartgeld.com schon seit fast 3 Monaten nimmer. Dem Walter E. seine Sprüche von Währungsreform und Goldpreis bei 5.000 Euro/Unze habe ich mehr als satt... Wann schließt er seine Seite?

    Und Pit, wie war das mit Ihrer sicheren Prognose 2012, dass Ende 2012 kein Euro mehr existieren würde. Ich glaube, Sie sagten in dem Artikel, dass Sie ziemlich sicher darauf wetten würden... Wir haben jetzt Jahresmitte 2013 und kaum in der BRD hat jemand das Gefühl, dass da jetzt unmittelbar was bevorsteht und uns geht es allen noch reichlich gut, wenigstens in der BRD (aber auch in GR, PT oder ESP ist die Lage nicht so, dass da jetzt alle hungern müssten oder jetzt schon Bürgerkrieg wäre)... Jetzt haben Sie Ihre Prognose auf 2015 ausgedehnt...

    Ich warne immer vor Panikmache. Ich selbst bin auch 2009 in die Metalle gegangen. Und auch ich glaube, dass ein Wandel stattfindet. Aber die Mühlen malen langsamer. Wir wollen doch nicht diesen Tag-X herbeireden, klingt oft so, dass die Leute sich diesen herbeisehnen!?

    Fazit: *Die EM-Rally ist beendet (aber ich bleib trotzdem drin und stocke die sogar noch auf, als Erbe an meine kleinen Kinder später einmal)! Wir sollten den Tatsachen ins Auge sehen. *Sich mit Krisenvorsorge, Selbstversorgung und Lebenssinn-Themen auseinanderzusetzen ist aber schon sinnvoll!

    Gruß

    Wallmow-Harald aus der Uckermark

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  10. Ja, mit den Zeitangaben ist es zugegebenrmaßen nicht so einfach. Ich habe aber nie geschrieben, dass es sicher ist, sondern dass ich mir relativ sicher bin. Bei Ende 2015 Spätestens bin ich mir aufgrund weiterer Quellen noch deutlich sicherer, aber natürlich bleibt eine Chance, dass es noch länger dauert. Eichelburg hat keine Verpflichtung, jeden Kommentar zu bringen. Von mir sind auch schon welche nicht gebracht worden. Das ist sein gutes Recht, dass er aber negative Kommentare zensieren würde, kann man ihm wirklich nicht vorwerfen. Dazu bringt er zu häufig auch solche. Wie mittlerweile auch offiziell bekannt wurde, stand das System in den letzten Jahren mehrmals nur Millimeter vor dem Zusammenbruch. Sie konnten es zwar immer wieder noch einmal auffangen, aber die Fallhöhe wird jedesmal höher und irgendwann klappt es nicht mehr. Der Vorwurf der Panikmache ist also falsch. Wenn man sich rechtzeitig vorbereitet hat, dann sind einem die Termine auch nicht mehr so wichtig. Wer zu spät ist, den bestraft das Leben. Michael Gobatschow

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  11. Hallo, meine Ausführungen zum Zins habe ich noch erweitert, bei Interesse einfach hier reinschauen: => http://goo.gl/WrGKYC

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