Samstag, 22. Februar 2014

Jetzt schlägt's dreizehn !

kleines Mädchen

Ich hatte in meinem letzten kostenlosen Newsletter folgendes geschrieben, wie auch viele andere Webseiten:

Es gibt nicht häufig Meldungen, bei denen auch mir noch „die Kinnlade herunterfällt“, aber zuletzt war es wieder einmal soweit. Es geht hierbei um den „Genderwahn“ und die Erziehung unserer Kinder. Wenn man die folgenden Fragen an Kinder liest, denkt man zunächst, es sei eine Satire:

  • 1 Woher glaubst du, kommt deine Heterosexualität?
  • 2 Wann und warum hast du dich entschlossen, heterosexuell zu sein?
  • 3 Ist es möglich, dass deine Heterosexualität nur eine Phase ist und dass du diese Phase überwinden wirst?
  • 4 Ist es möglich, dass deine Heterosexualität von einer neurotischen Angst vor Menschen des gleichen Geschlechtes kommt?
  • 5 Wissen deine Eltern, dass du heterosexuell bist? Wissen es Deine Freundinnen und Freunde? Wie haben sie reagiert?
  • 6 Eine ungleich starke Mehrheit der Kinderbelästiger ist heterosexuell. Kannst Du es verantworten, deine Kinder heterosexuellen Lehrer/innen auszusetzen?
  • 7 Was machen Männer und Frauen denn eigentlich im Bett zusammen? Wie können sie wirklich wissen, wie sie sich gegenseitig befriedigen können, wo sie doch anatomisch so unterschiedlich sind?
  • 8 Obwohl die Gesellschaft die Ehe so stark unterstützt, steigt die Scheidungsraten immer mehr. Warum gibt es so wenige langjährige, stabile Beziehungen unter Heterosexuellen?
  • 9 Laut Statistik kommen Geschlechtskrankheiten bei Lesben am wenigsten vor. Ist es daher für Frauen wirklich sinnvoll, eine heterosexuelle Lebensweise zu führen und so das Risiko von Geschlechtskrankheiten und Schwangerschaft einzugehen?
  • 10 In Anbetracht der Übervölkerung stellt sich folgende Frage: Wie könnte die Menschheit überleben, wenn alle heterosexuell wären?
  • 11 Es scheint sehr wenige glückliche Heterosexuelle zu geben; aber es wurden Verfahren entwickelt, die es dir möglich machen könnten, dich zu ändern, falls du es wirklich willst. Hast du schon einmal in Betracht gezogen, eine Elektroschocktherapie zu machen?
  • 12 Möchtest du, dass dein Kind heterosexuell ist, obwohl du die Probleme kennst, mit denen es konfrontiert würde?

Wenn man schaut, wo es herkommt, verschlägt es einem den Atem. Es kommt von der Lehrergewerkschaft „Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft – GEW und:

die meinen das bitter ernst!

I
n Baden-Würtemberg wird gerade in einem Bildungsplan für 2015 die Themen sexuelle Orientierung, sexuelle Vielfalt und Gender fächerübergreifend! auf den Unterrichtsplan gesetzt. Dafür möchte man den Biologieunterricht abschaffen.

Der Link der Gewerkschaft funktionierte noch bis Freitagnachmittag, dann hatte man scheinbar dieses unsägliche Papier von der Webseite der Gewerkschaft entfernt. Natürlich ist die o.g. Frageliste für normal denkende Menschen (die dabei keinesfalls etwas gegen homosexuelle Menschen haben müssen, ich denke sogar, die meisten homosexuellen Menschen sind über ein derartiges Pamphlet genauso entsetzt) so unglaublich, dass sie anzweifeln, dass sie tatsächlich von der GEW kommt.

Wenn diese Herrschaften von der GEW aber meinen, sie könnten durch das Herunternehmen der Datei alles ungeschehen machen, dann habe ich eine schlechte Nachricht für sie:

Das Internet vergisst nichts !

Zunächst befindet sich der Text noch im Google-Cache:

in Google eingeben:
L-S-Lebenswesen_2013_web.pdf

Der erste Treffer kommt von der Seite der GEW.
Klicken Sie auf den kleinen Pfeil und wählen Sie dann im Cache aus oder klicken Sie hier:

http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:Jr2VumyIeXIJ:https://www.gew-bw.de/Binaries/Binary20121/L-S-Lebenswesen.pdf+&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de

In der Wayback-machine von archive.org ist die Datei aber auch noch in voller Pracht zu bekommen:

https://web.archive.org/web/20120620021301/http://www.gew-bw.de/Binaries/Binary20121/L-S-Lebenswesen.pdf

Auf Seite 20 finden Sie die o.g. Fragen.

Also jeder, der sich noch überzeugen möchte, dass wir hier nicht über ein Gerücht reden, kann das dort tun. Es wird Zeit, dass die normal denkenden Menschen beginnen, diesen scheinbar nicht mehr ganz normal denkenden Menschen die Grenzen aufzuzeigen. Was hier mit dem verletzlichsten Teil unserer Gesellschaft, unseren Kindern gemacht werden soll, ist unglaublich. 

Das geht weit darüber hinaus, den Kindern beizubringen, dass homosexuelle Menschen nicht schlechter sind, als andere. Hier wird gezielt versucht, Gehirnwäsche zu betreiben. Ob das dazu dient, die klassische Familie zu zerstören, nur eine unglaublich Volkswut zu erzeugen oder auch beides, ist eigentlich egal. Im Interesse der geistigen Gesundheit unserer Kinder muss derartigen Auswüchsen Einhalt geboten werden.

Mit der Ausrede, dieses Papier hätte es nie gegeben, kommen diese Herrschaften jedenfalls nicht mehr durch.

Bild: © altanaka - Fotolia.com

Kommentare:

  1. Über den „Heterosexuellen Fragebogen“ werden Vorurteile
    und Stereotype deutlich gemacht.
    Die in Baustein II genannten Punkte können auch anhand
    eines Gedichtes, Zeitungsartikels, Textes aus einem
    Jugendbuch (siehe Medienliste im Anhang) oder aus
    Comics thematisiert werden.

    Zitat Ende.
    Lesen und recherchieren muss gelernt sein...

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  2. Na wenn dieses Machwerk so offensichtlich unproblematisch ist, warum wurde es dann von der Webseite der Gewerkschaft entfernt?
    Glücklicherweise rudert man ja in BW jetzt etwas zurück.

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