Montag, 21. Oktober 2013

Der ominöse Brief


Letzte Woche geisterten Meldungen durchs Internet, dass Kunden der US-amerikanischen Chase Bank ein Brief ins Haus geflattert ist, in dem folgendes angekündigt wird:

Ab 17. November 2013 treten die folgenden Bestimmungen in Kraft:
  • Von Konten sind keine Überweisungen mehr ins Ausland möglich
  • Alle Bar-Aktivitäten, d.h. Barein- und auszahlungen sind auf 50.000 US-$ pro Abrechnungszeitraum eingeschränkt.
Wie sich mittlerweile herausgestellt hat, ist dieser Brief wohl real, es gibt mehrere Quellen, die ihn erhalten haben und Nachfragen bei der Chase haben ergeben, dass diese ihn auch verschickt hat. Ansonsten gibt sich die Chase aber ziemlich zugeknöpft, was weitere Informationen zu diesem Thema betrifft. Eine Aussage war: 

„Die Änderungen würden vorgenommen, »um unsere Kunden besser zu bedienen“

Dieser Spruch ist natürlich entweder beißender Sarkasmus, oder man hat tatsächlich diesen Brief verschickt, um einen "besonderen Service" seinen Kunden angedeihen zu lassen.

Einiges ist aber sehr merkwürdig an der ganzen Geschichte, ich komme noch einmal darauf zurück. Zunächst einmal stelle ich fest, dass hierzulande viele Menschen gar nicht realisieren, welche Folgen es mit den angekündigten Aktionen in diesem Brief hat. Kunden der Chase sind auch nicht primär Kleinsparer, sondern eher andere Kundengruppen. Deshalb übertragen wir das einfach einmal auf den deutschen Kleinsparer, um zu verdeutlichen, was sich hier eigentlich ankündigt. Dazu nehmen wir einfach einmal ein Zehntel der Werte, denn 50.000 Euro sind für den typischen Deutschen eine Summe, die er nicht vielfach auf der hohen Kante hat. Auch das mit den Auslandsüberweisungen erweitern wir einmal ein wenig, da die meisten Kleinsparer damit nichts am Hut haben.

Also stellen Sie sich einmal vor, Sie haben bei der Sparkasse Hinterwolkenheim €50.000,- auf einem Sparkonto. Nun erhalten Sie heute folgenden Brief:

Sehr geehrter Herr / geehrte Frau...,

um Ihnen weiterhin unseren besten Service anbieten zukönnen, treten folgende Änderungen zum 17.11.2013 in Kraft:

  1. Es können keine Überweisungen mehr ins Ausland getätigt werden
  2. Es dürften nur noch Überweisungen an eine festgelegte Liste von anderen Banken getätigt werden
  3. Pro Monat dürfen maximal 5.000,- Euro bar ein- oder ausgezahlt werden

Wir danken für Ihr Verständnis,

Mit freundlichen Grüßen,

Ihre Sparkasse Hinterwolkenheim


Was würden Sie nach Erhalt dieses Briefes machen?

Ich denke, Sie würden zusehen, dass Sie Ihr Geld vor dem 17. November von diesem Konto herunter bekommen, denn danach wird es schwierig. Selbst nur ein Kauf bei einem ausländischen Ebay-Verkäufer von diesem Konto wäre nicht mehr möglich, wenn dieser nur Überweisung als Zahlungsmöglichkeit anbietet. Nach dem 17.11. wären Sie nur noch sehr begrenzt Herr über Ihr eigenes Geld.

Ganz ähnlich dürften die Kunden der Chase nun handeln. Für Firmen ist die Bareinschränkung von 50.000 US-$ natürlich eine Unmöglichkeit, denn je nach Größe und Geschäftsmodell des Unternehmens, müssen sie Bartransaktionen dieser oder höherer Größenordnung täglich durchführen.

Also möchte die Chase Bank demnächst ihr Geschäft aufgeben ?

Man kann es natürlich auch nicht völlig ausschließen, dass die Chase ihr Retail-/Kontokorrentgeschäft auflösen möchte, aber das ist doch eher unwahrscheinlich. Zumal es Gerüchte gibt, dass die Citibank ähnliche Aktionen plant.

Natürlich drängt sich der Verdacht auf, dass in den USA ab 17.11.2013 massive Kapitalverkehrskontrollen in Kraft treten und mit hoher Wahrscheinlichkeit alle Banken genau diese Beschränkungen einführen werden. Das wäre dann das Ende der Freiheit in den USA auch im finanziellen Bereich. Ich habe mich mit dem Thema „Das Ende der Freiheit“ auch hier in Deutschland und Europa ausführlich beschäftigt. Es ist erschreckend, wie weit wir bereits bei den Einschränkungen gekommen sind und noch viel mehr, was sehr bald auf uns zukommen wird.

Nun wird es schwierig werden, so etwas einfach ohne weiteren Grund einzuführen. Gerade auch kleinere und mittlere Firmen können durch so etwas schnell in die Pleite getrieben werden, wobei wir in Zypern gesehen haben, dass dieses im Zweifelsfall keinen interessiert.

Interessanterweise liegt der 17.11.2013 sehr nah an „meinem“ Datum 13.11.13.

Deshalb folgendes hypothetisches Szenario:

Am 13.11.13 erfolgt ein Hackerangriff auf mehrere amerikanische Großbanken, die ihren Betrieb einstellen müssen. Um Chaos und Bankruns zu vermeiden, werden alle anderen Banken auch geschlossen. Der 13.11.13 ist ein Mittwoch, man geht davon aus, dass bis zum folgenden Montag, den 18.11.2013 die Banken wieder arbeiten und geöffnet werden können, was dann auch geschieht.
Natürlich wurde zuvor bekannt gegeben, dass man strenge Kapitalverkehrskontrollen einführen musste, um den totalen Zusammenbruch zu verhindern. Diese gelten bis auf unbestimmte Zeit ab diesem Montag.

Vergessen wir bitte in diesem Zusammenhang nicht, dass am 13.11.13 auch die groß angelegte Übung GridEx II in den USA geplant ist, welche Hackerangriffe auf die US-Infrastruktur zum Inhalt hat. 

Das ist nur einmal eine Spekulation, natürlich könnte es auch erst nach dem 17.11. ein „Ereignis“ geben. Kommen wir aber nun dazu, warum mit diesem Brief etwas nicht stimmt. Wenn ich die Menschen überraschen möchte, darf es natürlich keine Vorankündigung dazu geben, Wenn ich einen Bankrun auslösen möchte, müsste ich es nämlich genau so tun. Dieser dürfte natürlich nicht gewünscht sein - oder doch?
Es ist natürlich zu erwarten, dass von der Chase und, wenn die Menschen nur ein paar Zentimeter weiter denken können, auch aus der kompletten USA nun massive Geldabflüsse zu verzeichnen sind. Viele werden versuchen, ihre Schäfchen noch schnell ins Trockene zubringen.

Dieser Brief ist also für die Planer mehr als kontraproduktiv. Es stellt sich die Frage, ob hier tatsächlich das Chase-Management seine Kunden warnen wollte, oder ob da noch mehr dahintersteckt? Es musste klar sein, dass sich die Information über diesen Brief im Internet verbreitet. Natürlich kann es sein, dass man davon ausgeht, die Anzahl der „Wissenden“ klein halten zu können, da die Massenmedien diese Dinge natürlich völlig ignorieren.

Ich denke aber, dass wir hier erneut eine Auswirkung des Konflikts zwischen verschiedenen Fraktionen der Eliten gesehen haben. Dieser Brief könnte sogar dazu führen, dass bestimmte geplante „Ereignisse“ wieder verschoben oder gestrichen werden könnten. Auf der anderen Seite ist die Büchse der Pandora durch den Brief in den USA nun geöffnet worden, sodass man es wohl durchziehen muss, eher schneller als langsamer. Wir werden es sehen...

Können wir uns in Europa nun lässig zurücklehnen und die Show in den USA genießen?

Ich denke, das wäre grob fahrlässig. Wer garantiert uns denn, dass wir am 17.11.2013 nicht genau dieselbe Nachricht erhalten?

Eine konzertierte Aktion des kompletten Westens ist hier nicht auszuschließen. Es stellt sich natürlich auch die Frage, ob es bei $50.000 bleibt, oder ob die Summen noch gesenkt werden ?

Sie sollten Ihre Vorbereitungen ja sowie so hoffentlich bereits abgeschlossen haben, wenn Sie allerdings noch größere Geldbeträge auf Konten oder in anderen Papieren haben sollten, wird es nun allerhöchste Eisenbahn, zu handeln.

Bereits am 17.11.2013 könnte es dann zu spät sein!

1 Kommentar:

  1. Verstehen können diesen Brief eigentlich nur die Menschen, welche wissen, wie unser Finanzsystem funktioniert. Erst dann können sie sich auf die zu erwartenden Ereignisse vorbereiten.
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=iFDe5kUUyT0
    The Biggest Scam In The History Of Mankind - Hidden Secrets of Money 4 - Mike Maloney

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